Entweder Diesel- oder Strom-Schub

Extra / 29.01.2020 • 16:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zweckmäßig, mit traditionellen Rundinstrumenten eingerichtet ist das Cockpit des französischen Nützlings.
Zweckmäßig, mit traditionellen Rundinstrumenten eingerichtet ist das Cockpit des französischen Nützlings.

Den Nützlings-Status des Hochdach-Kombis Renault Kangoo markiert der Zuname „Express“. Für die Kompakt-Variante hat man die Wahl zwischen Selbstzünder- und Strom-Antrieb.

 

Als legitimen Nachfolger des R4, gebaut von 1961 bis 1992, kann man den Kangoo betrachten. Zwar fiel der nie in die Kategorie Kleinwagen, und es war auch einer der Ahnväter aller Hochdach-Kombis nicht vordergründig als Nützling angelegt (es gab sehr wohl auch Kastenwagen-Varianten). Doch folgt der eine wie der andere einem simplen Grundriss, der gefühlt mehr Innenraum bietet, als es die Außenmaße versprechen.

 

Bisher drei Generationen

Der R4 ist längst Geschichte. Nach 7,5 Millionen gebauten Einheiten. Der Kangoo startete seine Karriere 1997. Die bislang letzte große Überarbeitung erfolgte 2013, als er in dritter Generation stand. Seither sorgen kontinuierliche optische und technische – vor allem motorische – Updates für Kontinuität. Nicht zuletzt ist der Rhombus-Franzose Technik-Lieferant für Konzermitglied Dacia (Dokker), für Technik-Kooperationspartner Mercedes (Citan) und neuerdings auch für Allianz-Mitglied Nissan (NV250). Samt Antriebssträngen.

In puncto Motorisierungen behält sich Renault jedoch fürs Erste die Elektroversion – den Kangoo mit dem Beinamen Z.E. (steht für „Zero Emission) – vor. Die ersten unter Strom gesetzten Kleintransporter starteten bereits 2011. Zu dieser Zeit mit einer noch recht bescheidenen Reichweite von rund hundert Kilometern. Mit einer Kapazitätssteigerung der Batterie von 20 auf 33 kWh konnte die Ausdauer, nach altem Prüfzyklus (NEFZ), auf 270 Kilometer gestreckt werden. Laut neuer EU-Richtlinie (WLTP) können es im Normmix-Betrieb bis zu 214 Kilo­meter sein. Das gilt für den Zwei­sitzer in der Standard-Länge.

 

Jeweils mit zwei Radständen

Aktuell ist der Verbrenner-Kangoo – als Nützling heißt er „Express“ – mit einem 1,5-Liter-Selbstzünder motorisiert, er hat 80, 95 oder 115 PS Leis­tung. Die beiden stärkeren Konfigurationen des Diesels sind auch in Kombination mit der langen Version – Radstand 2,7 respektive drei Meter – kombinierbar. Der Elektriker ist mit seinen 60 PS Leistung in beiden ­Dimensionen zu haben.

Der Preis: ab 13.540 Euro/16.248 Euro. Das kostet der frontgetriebene Express als Access Energy dCi (Diesel) mit 80 PS und manuellem Sechsganggetriebe mit mittellangem Radstand (L1) und 595 kg Nutzlast-Maximum. Der Z.E. kommt exklusive Batterie (diverse Mietmodelle) mit den gleichen Abmessungen und 625 Nutzlast auf ab 21.950/26.340 Euro. Inklusive Akku („Complete“) beträgt der Preis ab 28.150/33.780 Euro (Tarife jeweils inkl./exkl. MwSt.). Allradantrieb ist nicht verfügbar, dafür ein Schlechtwege-Paket als Aufpreis-Option (für die Verbrenner-Versionen).

Als Verbrenner – 1,5-l-Diesel, mit 80, 95, 115 PS – und als Z.E., mit 60 PS – wird der Renault Kangoo Express in zwei Radständen und Außenlängen offeriert.
Als Verbrenner – 1,5-l-Diesel, mit 80, 95, 115 PS – und als Z.E., mit 60 PS – wird der Renault Kangoo Express in zwei Radständen und Außenlängen offeriert.