Roboter bringt Patienten in die richtige Lage

Gesund / 30.08.2013 • 10:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aufsichtsratsvorsitzender der EBG MedAustron Klaus Schneeberger und die Geschäftsführer Bernd Mößlacher und Thomas Friedrich mit dem ersten Positionierungsroboter.
Aufsichtsratsvorsitzender der EBG MedAustron Klaus Schneeberger und die Geschäftsführer Bernd Mößlacher und Thomas Friedrich mit dem ersten Positionierungsroboter.

Mit einem innovativen Roboter sollen Krebspatienten in Wiener Neustadt künftig millimetergenau bestrahlt werden.

Bestrahlung. Mit Riesenschritten geht es im Wiener Neustädter Zentrum für Ionentherapie und Forschung voran. Vor Kurzem ist der erste Positionierungsroboter eingetroffen. Dieser Roboter wird später für die millimetergenaue Positionierung der Patienten während der Bestrahlung sorgen.

Exakte Bestrahlung möglich

Das System wurde eigens für MedAustron in Zusammenarbeit mit Buck Engineering, einem Spezialisten auf dem Gebiet der Automatisierungstechnik, entwickelt: Es handelt sich um ein deckenmontiertes robotisches System, bei dem speziell adaptierte Industrieroboter zum Einsatz kommen. Das erste dieser Systeme wurde nun nach erfolgreicher Absolvierung aller Tests am Prüfstand in einen der Bestrahlungsräume bei MedAustron eingebaut. Künftig werden alle vier Bestrahlungsräume (wovon drei der Patientenbehandlung und einer nicht-klinischen Forschungszwecken dient) mit diesem Positionierungssystem ausgestattet sein. Es ermöglicht, die Patienten mit einer Genauigkeit eines halben Millimeters zum Therapiestrahl auszurichten und so die präzise Bestrahlung des Tumors durchzuführen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der EBG MedAustron, Klaus Schneeberger, freut sich über einen weiteren wichtigen Baustein für das Wiener Neustädter Krebsbehandlungszentrum: „Es ist beeindruckend, auch das technische Innenleben von MedAustron so zügig wachsen zu sehen. Hier leisten alle Beteiligten wirklich großartige Arbeit – schließlich handelt es sich nicht um Geräte ,von der Stange‘, vielmehr werden mit zahlreichen höchst innovativen Neu- und Weiterentwicklungen neue Wege beschritten.“

Der Roboter selbst verfügt erstmals im medizinischen Einsatzbereich über sieben unabhängige Bewegungsrichtungen. Damit wird es möglich sein, die Vorzüge der Ionentherapie noch besser als bei vergleichbaren Einrichtungen auszunützen. Die spezielle Montage des Systems an der Decke des Raumes erlaubt den Einsatz eines extrem schnellen Überwachungssystems, welches die Position des Patienten 500 Mal in der Sekunde kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert. Ende 2015 wird der Positionierungsroboter schließlich Patienten manövrieren – dann nämlich starten bei MedAustron die ersten Behandlungen. „Jeder hier eingesetzte Euro ist gut investiert – nämlich zum Wohl der Patientinnen und Patienten im Kampf gegen die heimtückische Krankheit Krebs“, so EBG-MedAustron-Geschäftsführer Dr. Thomas Friedrich.