Fragen aus dem Publikum.

Gesund / 11.10.2013 • 10:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Ehrengäste zum Mini-Med-Auftakt: Gesundheitslandesrat Dr. Christian Bernhard (l.) und Studienleiter Primar Andreas Reissigl. Foto: stiplovsek
Ehrengäste zum Mini-Med-Auftakt: Gesundheitslandesrat Dr. Christian Bernhard (l.) und Studienleiter Primar Andreas Reissigl. Foto: stiplovsek

Können Sie etwas zur Erstverschlechterung sagen?

Gnaiger-Rathmanner: Die Heilreizung ist in jeder Regulationsmedizin ein Thema. Denn kranke Organe sind sehr sensibel. Da gibt es fast immer eine Erstreaktion. Es kommt auf die richtige Gabe des Medikaments in den richtigen Abständen an. Eine Erstreaktion ist auch ein Beweis, dass wir mit dem Medikament richtig liegen.

Ist Homöopathie wie eine Schluckimpfung zu verstehen?

Gnaiger-Rathmanner: Nur in dem Sinn, dass wir auch kleinste Dosen verwenden, um große Wirkung zu erreichen. Wir arbeiten aber nicht mit Krankheitserregern.

Lässt sich auch ein Ischiasnerv mit Homöopathie behandeln?

Gnaiger-Rathmanner: Bei Schmerzsyndromen ist die Akupunktur besser.

Burtscher: Akupunktur und Neuraltherapie helfen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit immer wiederkehrenden entzündlichen Prozessen?

Gnaiger-Rathmanner: Die sind Alltagsthema in der Homöopathie. In solchen Fällen gehen wir weg von einzelnen Krankheitsbildern und wenden uns der Gesamtgeschichte des Menschen zu, um neue Ansätze zu finden.

Wird eine homöopathische Behandlung von der Krankenkasse bezahlt?

Burtscher: Die Homöopathie zählt nicht zur medizinischen Grundversorgung und wird deshalb nicht von den Kassen bezahlt. Lediglich die Akupunktur wird teilweise übernommen.

Welche Voraussetzungen muss eine Methode für ein ärztliches Diplom erfüllen?

Burtscher: Grundsätzlich kann für jede Methode ein Antrag gestellt werden. Dieser wird dann vom Fachreferat in der Österreichischen Ärztekammer in Wien begutachtet. Es braucht unter anderem mehrere Fallbeispiele in einer Praxis, sie müssen gut dokumentiert und wissenschaftlich aufgearbeitet sein und die Ausbildung muss zwischen 200 und 500 Stunden betragen. Außerdem gibt es eine Abschlussprüfung.

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