Früherkennung und Heilung durch Vorsorge

Gesund / 19.09.2014 • 12:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eine einfache Blutabnahme kann helfen, einen möglichen Tumor in der Prostata früh zu entdecken. Damit steigen die Chancen auf Heilung.
Eine einfache Blutabnahme kann helfen, einen möglichen Tumor in der Prostata früh zu entdecken. Damit steigen die Chancen auf Heilung.

Wien. Mit 25 Prozent aller bösartigen Tumore ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Männern und damit von der Bedeutung vergleichbar mit dem Brustkrebs bei Frauen (29 Prozent). In Österreich werden derzeit pro Jahr rund 5000 bösartige Prostatatumore diagnostiziert. Das Risiko, vor dem 75. Lebensjahr daran zu erkranken, liegt bei neun Prozent. Die gestiegene Zahl jährlich diagnostizierter Prostatakarzinome von 2300 Fällen im Jahr 1989 auf aktuell rund 5000 ist zu einem großen Teil auf die vermehrt durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen zurückzuführen. „Der wohl wichtigste Aspekt hierbei ist der Einsatz von PSA, einem Blutwert, der eine Früherkennung möglich macht“, so Priv. Doz. Dr. Anton Ponholzer, Facharzt für Urologie und Vorsitzender des Arbeitskreises für Urologische Onkologie der Österreichischen Gesellschaft für Urologie. „Leider ist dieser Test nicht unumstritten, sollte aber durchgeführt werden, wenn ein möglicher Tumor früh erkannt werden soll. In Frühstadien sind die Heilungschancen sehr hoch, und es stehen dem Mann hier mehrere Therapiemöglichkeiten offen.“

Ab 40 jährliche Vorsorge

„Männer reden leider nicht gerne über medizinische Angelegenheiten, die sie selbst betreffen, schon gar nicht über Prostatakrebs“, weiß Ekkehard Franz Büchler, Obmann der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs und selbst von der Krankheit Betroffener. „Die Krankheit ist ein großes Tabuthema, daher wird der Weg zur Vorsorgeuntersuchung häufig erst gar nicht angetreten. Das muss sich ändern, die jährliche Prostata-Vorsorgeuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr kann Männerleben retten“, so Büchler.