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Sein ständiger Begleiter heißt heute Parkinson

Helmut Schatz setzt sich für Parkinson-Betroffene ein. Die Selbsthilfegruppe ist ihm ein großes Anliegen.  Foto: Privat  
Helmut Schatz setzt sich für Parkinson-Betroffene ein. Die Selbsthilfegruppe ist ihm ein großes Anliegen. Foto: Privat  

Heute ist Welt-Parkinson-Tag. Helmut Schatz lernte mit der Krankheit leben.

Wolfurt. Helmut Schatz war erst 51, als bei ihm Parkinson festgestellt wurde, eine Erkrankung des Nervensystems, die Gehirnzellen absterben lässt und dadurch massive körperliche Probleme auslösen kann. „Der Diagnose vorausgegangen war, dass sich unter zunehmender beruflicher Belastung eine Bewegungseinschränkung und Verlangsamung zeigte, als Linkshändler Ungeschicklichkeit an den Tag legte, rasche Ermüdbarkeit sowie ein deutlich verändertes Gangbild aufwies“, erzählt der Wolfurter. Anlässlich des heutigen Welt-Parkinson-Tages betont der Obmann der Parkinson-Selbsthilfe Vorarlberg, wie wichtig Informationen zur Erkrankung selbst und eine frühzeitige Therapie sind.

Fortschreitende Erkrankung

In Österreich gibt es etwa 30.000 Parkinson-Patienten, wobei Männer öfter betroffen sind als Frauen. Die Erkrankung beginnt zumeist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, sehr selten vor dem 40. Lebensjahr. Als Ursache gelten nach derzeitigem Wissensstand genetische Veränderungen sowie äußere oder innere Auslöser.

Im Verlauf der langsam fortschreitenden Erkrankung des Nervensystems sterben Gehirnzellen ab, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Der dadurch entstehende Dopamin-Mangel wirkt sich negativ auf die Steuerung der Muskulatur aus. Bekannte Symptome von Morbus Parkinson sind Muskelstarre, Zittern in Ruhe, Verlangsamung der Bewegungen und eine Störung der Körperhaltung. „Schmerzen begleiten dich täglich, der ganze Körper steht unter Spannung, es plagt dich pausenloses Zittern und noch vieles mehr“, berichtet Helmut Schatz.Bei ihm verschlechterte sich die Lebensqualität so sehr, dass die Einnahme von Medikamenten unumgänglich wurde. „Mit der medikamentösen Behandlung sollte rechtzeitig und altersgerecht begonnen werden“, sagt Schatz. Ziel der Therapie ist es, den Dopamin-Spiegel im Körper konstant zu halten, einerseits durch Zufuhr von Dopamin/Dopaminagonisten und anderseits durch die Minimierung des Dopamin-Abbaus.

Information und Aufklärung

Seit 2008 ist der 60-Jährige auch Präsident der Parkinson-Selbsthilfe Vorarlberg und leitet auch die Selbsthilfegruppe. „Die Selbsthilfegruppe möchte Parkinson-Patienten und deren Angehörige, aber auch die Öffentlichkeit informieren und motivieren, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen“, erklärt Helmut Schatz das vordringliche Ziel seiner Arbeit.

Info: Die Treffen der Parkinson Selbsthilfe-Gruppe finden jeden ersten Dienstag im Monat um 14 Uhr im Lebensraum Bregenz statt.

Parkinsontag

Donnerstag, 21. Mai 2015,
13 bis 17 Uhr Vereinshaus Wolfurt

Vortrag zu Behandlungsmöglichkeiten: Tiefe Hirnstimulation bei Parkinson, Referent: Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Eisner, Universitätsklinik für Neurochirurgie, Innsbruck

Künstlerische Beiträge von Betroffenen und Angehörigen

aks-gesundheit: Physiotherapie bei Parkinson

Lebensraum Bregenz stellt sich vor

Helmut Schatz: Bedeutung der Selbsthilfe

Musikalische Umrahmung: Christine Oberforcher

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