Anonyme Alkoholiker gewähren Einblicke

Gesund / 09.09.2016 • 10:32 Uhr

Beim Tag der offenen Tür in Lustenau berichten Betroffene, Angehörige und ein Arzt.

Lustenau. „Mein Name ist Jack und ich bin Alkoholiker.“ „Hallo Jack!“, ruft die Gruppe freundlich zurück. Dann beginnt Jack zu erzählen. Szenen wie diese kennt mittlerweile jeder, der regelmäßig amerikanische Filme oder Serien schaut. Doch wie sieht es wirklich hinter den Kulissen der Gemeinschaft aus? Heute, Samstag, 10. September, gewähren die Anonymen Alkoholiker in Lustenau anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens Einblicke in ihre Arbeit. Betroffene Alkoholiker berichten dabei ebenso wie Familienangehörige und ein Arzt.

Die Anonymen Alkoholiker (AA) wurde 1935 vom Börsenmakler William Griffith Wilson (AA-intern: Bill W.) und dem Arzt Robert Holbrook Smith (Dr. Bob), in Akron, Ohio, gegründet. Heute gibt es in 150 Ländern weltweit rund 100.000 Gruppen mit rund zwei Millionen Mitgliedern. In Österreich besteht die Gemeinschaft seit 1960 und umfasst mittlerweile knapp 200 Gruppen.

Nüchtern bleiben

Die Anonymen Alkoholiker bilden eine Gemeinschaft, um einander zu helfen, nüchtern zu bleiben und anderen Alkoholikern zur Nüchternheit zu verhelfen. Willkommen ist jeder, der den Wunsch hat, mit dem Trinken aufzuhören. Die Teilnahme ist kostenlos – und, dem Namen entsprechend, anonym. „Wir möchten Außenstehenden und Betroffenen Möglichkeiten für den Umgang mit der Familienkrankheit Alkoholismus und die Chance für ein neues Leben aufzeigen. Unser Anliegen richtet sich auch an die Menschen, die beruflich mit den Folgen von Alkoholismus konfrontiert werden“, heißt es in der Einladung anlässlich des Jubiläums.

Samstag, 10. September 2016, Theresienheim, Pfarrweg 10,
Lustenau, ab 15 Uhr