Deutsche Krebshilfe und Hautärzte fordern Solarienverbot

Gesund / 07.02.2020 • 10:59 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Es sei ein wahnwitziger Trugschluss, dass gebräunte Haut immer noch als gesund und schön gilt, warnen Dermatologen. dpa
Es sei ein wahnwitziger Trugschluss, dass gebräunte Haut immer noch als gesund und schön gilt, warnen Dermatologen. dpa

berlin Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) fordern ein bundesweites Verbot von Solarien. Jährlich verursache der Gebrauch dieser Geräte europaweit bei etwa 3400 Menschen schwarzen Hautkrebs. In etwa 800 Fällen führe das zum Tod, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung von Krebshilfe und ADP. Für Kinder und Jugendliche ist die Benutzung von Solarien in Deutschland bereits seit 2009 nicht mehr gestattet. Das Nutzungsverbot werde jedoch völlig unzureichend eingehalten, sagte Krebshilfe-Chef Gerd Nettekoven. Er verwies auf Zahlen des „Nationalen Krebshilfe-Monitorings zur Solariennutzung (NCAM)“, wonach es 2018 schätzungsweise 140.000 Minderjährigen gelungen sei, Zugang zu Solarien zu erhalten. Dermatologe Eckhard Breitbart sagte: Der Bräunungsprozess ist immer ein Hilfeschrei der Haut.“