Zwei von drei Unfallbetten in Schruns blieben leer

Gerade die private Unfallversorgung spürte die fehlenden Gäste.
Feldkirch, Schruns Die vergangene Wintersaison hatte mit den geschlossenen Grenzen vor allem eine Auswirkung: Weniger Skigäste in den heimischen Skigebieten und damit auch weniger Wintersportunfälle. Dies klingt zwar im ersten Moment positiv, hat aber vor allem auch finanzielle Auswirkungen für die Kliniken.
Allen voran die Klinik Schenk in Schruns als größte und bekannteste private entsprechende Einrichtung im Land. Insgesamt habe man in der Wintersaison zwei Drittel weniger Patienten empfangen als im Vorjahreszeitraum, bestätigt Monika Vallaster von der Privatklinik. Die fehlenden Wintergäste waren in einem anderen Bereich des Unternehmens finanziell noch stärker spürbar: Die Flugrettung Schenk-Air habe ein Minus von 95 Prozent hinnehmen müssen. Gleichzeitig musste Schenk wie die anderen Gesundheitseinrichtungen in das Hygienekonzept investieren. Mit einer eigenen PCR-Station und engmaschigen Kontrollen von Personal und Patienten war dies entsprechend kosten-, zeit- und personalintensiv. Entsprechend gespannt blickt man bei Schenk auf die nächsten Wochen und Monate, eine Prognose sei aufgrund der politischen Dimension nicht möglich.
Anders ist die Situation an den Landeskrankenhäusern. “Im Grund ist es so, dass öffentliche Spitäler gemeinnützig und aus öffentlicher Hand finanziert werden”, erklärt Sprecherin Andrea Marosi-Kuster im Auftrag der Krankenhäuser. Der Anteil von Selbstzahlern und Privatversicherten mache in seiner Gesamtheit gerade einmal fünf Prozent der Einnahmen aus. Der Ausfall durch die ausgebliebenen Wintersportler sei dementsprechend minimal. Von einem Sparzwang sei derzeit bei den Landeskrankenhäusern keine Rede.