Aortendissektion besser verstehen

Gesund / 16.07.2021 • 11:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

graz Eine Aortendissektion ist eine lebensbedrohliche Aufspaltung der Aortenwand, über deren Entstehung derzeit noch wenig bekannt ist. Forschende der TU Graz entwickelten nun Algorithmen und Modelle um die Diagnose und Behandlung frühzeitig zu unterstützen. Aortendissektionen werden in den meisten Fällen durch einen Einriss der inneren Schicht der Aortenwand ausgelöst. Dies hat zur Folge, dass Blut in den so entstandenen Zwischenraum strömt und ein sogenanntes “falsches Lumen” bildet, welches die mechanische Belastung der Aortenwand verändert. Im Verlauf der Aortendissektion kann sich das so entstandene falsche Lumen erweitern, was zum Durchreißen der Aortenwand und damit zum Tod führen kann. Genauso aber kann es zur Bildung eines Thrombus kommen. Die Gründe für diese Erkrankung sind noch nicht umfassend erklärbar, und ihr Verlauf ist schwer prognostizierbar. Seit drei Jahren arbeiten Forschende der TU Graz daran, diesen Umstand zu ändern: Mittels computergestützter biomechanischer Methoden wollen sie die Entstehung und den Verlauf von Aortendissektionen besser erklärbar machen. Mittlerweile hat sich aus dem Projekt ein Forschungsschwerpunkt entwickelt.