Wunsch nach Freifahrten für Behinderten-Begleiter

Gesund / 09.09.2022 • 11:41 Uhr
Kurt Gerszi mit seiner Ehefrau und Nadine Kasper (l.) von den Grünen am Berg.
Kurt Gerszi mit seiner Ehefrau und Nadine Kasper (l.) von den Grünen am Berg.

Schruns Es war sprichwörtlich ein Gipfeltreffen, zu dem Grünen-Politikerin Nadine Kasper den nach einem schweren Schlaganfall gehandicapten Kurt Gerszi einlud. Schauplatz war das Hochjoch in Schruns, Thema die behindertengerechte Ausstattung bei Seilbahnen. Außerdem ging es um die Frage von Freifahrten für Begleiter von Menschen mit Behinderung, die diese permanent brauchen.

Kurt Gerszi zeigte sich, was die barrierefreien Zugänge bei der Tal- und Bergstation betrifft, zufrieden: „Meine Frau und ich durften fast bis zum Einstieg in die Gondel fahren. Oben konnte ich den Stiegenaufgang zur Terrasse mit einem Treppenlift, der von einem Seilbahnmitarbeiter fachmännisch bedient wurde, bewältigen.“ Als Wermutstropfen bezeichnete er die Fahrtkosten, die ein Behinderter, der ständig Begleitung braucht, zu tragen hat. „Die meisten von uns sind ohnehin schon durch die vielen Medikamente und aufwendigen Therapien finanziell stark belastet“, begründet er. Gerszi würde es deshalb als sinnvoll und großes Entgegenkommen der Vorarlberger Seilbahnen betrachten, gäbe es Freifahrten für die Begleiter.

Sein Vorschlag: Die Landesregierung solle Behinderten, die auf eine Begleitung angewiesen sind, wenigstens drei Bergfahrten ermöglichen. „Das wäre jedenfalls besser, als sich vom Arzt Psychopharmaka verschreiben zu lassen“, meint Kurt Gerszi resolut. Alleine das Panorama gebe Kraft für Wochen.