Was die Nuklearmedizin kann

Gesund / 16.09.2022 • 11:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die diagnostischen und therapeutischen Einsatzbereiche der Nuklearmedizin sind vielfältig.KHBG
Die diagnostischen und therapeutischen Einsatzbereiche der Nuklearmedizin sind vielfältig.KHBG

Med Konkret startet mit einem aktuellen Thema in den Vortragsherbst.

Feldkirch Die Nuklearmedizin: Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Angst vor einer atomaren Katastrophe hat dieses Fach ins Zentrum des allgemeinen Interesses gespült. Beim ersten Med Konkret nach der Sommerpause wird Primar Alexander Becherer, Leiter der Abteilung für Nuklearmedizin im Landeskrankenhaus Feldkirch, auch diese Thematik aufgreifen, aber nur kurz streifen. In seiner Arbeit geht es nämlich zur Hauptsache um Schilddrüsenerkrankungen sowie die Krebsdiagnostik. „Ich werde erzählen, was die Nuklearmedizin ist, Beispiele bringen und vorstellen, welche Bereiche wir untersuchen bzw. behandeln können“, gibt Becherer einen Überblick über das, was Med Konkret-Interessierte am Dienstag, 20. September 2022, ab 18 Uhr erwartet. Aufgrund der immer noch unsicheren Coronalage werden die Med Konkret-Beiträge auch weiterhin online ausgestrahlt.

Enge Verzahnung

Nuklearmedizin steht für Diagnostik und Therapie mit radioaktiven Stoffen. Hier hat sich schon der Begriff „Theranostik“ etabliert. Bei Theranostik handelt es sich um ein sogenanntes Kofferwort, das sich aus den Begriffen Therapie und Diagnostik zusammensetzt. Darunter versteht man die zunehmend engere Verzahnung von Diagnostik und Therapie. Ziel ist es, die richtige Therapie für den richtigen Patienten zum richtigen Zeitpunkt zu ermöglichen. Als Beispiel nennt Primar Becherer die Behandlung von Prostatakrebs. Hier kommt die Nuklearmedizin zum Einsatz, wenn die Krankheit trotz intensiver Behandlung fortschreitet. „Wir prüfen mit einem radioaktiven Medikament, ob es von den Metastasen aufgenommen wird. Ist dieser Testlauf erfolgreich, wird die Therapie damit fortgesetzt“, erläutert Becherer.

Er geht in seinem Vortrag auch darauf ein, wie eine Untersuchung abläuft und welche Geräte dazu verwendet werden. „Die Zuseherinnen und Zuseher sollen sich eine Vorstellung davon machen können”, begründet er. Neben Erkrankungen der Schilddrüse zählen Krebs- und Herz-Kreislauf-Diagnosen zu den Hauptaufgaben der Nuklearmedizin. Laut Becherer steigt vor allem die Zahl der Patienten mit Prostatakrebs. Die Zuweisungen kommen von niedergelassenen Ärzten sowie im Krankenhaus tätigen Onkologen, Internisten Chirurgen und Radioonkologen.

Von Unterschieden

Die Nuklearmedizin verfügt auch über eine Station für Patientenaufnahmen. Ein Anliegen ist es Alexander Becherer außerdem, den Unterschied zwischen Nuklearmedizin und Strahlentherapie darzustellen. Für die Pflege spricht Monika Neuhauser. Sie stellt die Station genauer vor. VN-MM

Med Konkret

Nuklearmedizin – Schilddrüse und viel mehr

Referenten Primar Alexander Becherer, DGKP Monika Neuhauser, LKH Feldkirch

Termin Dienstag, 20. September 2022, ab 18 Uhr online

Die Teilnahme ist kostenlos.