Therapiemethode in Diskussion

Gesund / 11.11.2022 • 11:15 Uhr
Maximilian Murtinger mit Kollegen und dem TPS-Gerät.AHD
Maximilian Murtinger mit Kollegen und dem TPS-Gerät.AHD

Stoßwellen sollen bei Demenzerkrankungen helfen können.

Bregenz In Österreich sind rund 130.000 Menschen von Demenz­erkrankungen betroffen, bis 2050 soll sich diese Zahl verdoppeln. Damit einher geht auch ein steigender Pflege- und Betreuungsbedarf. Während an medikamentösen Lösungen noch geforscht wird, hat sich in den vergangenen zwei Jahren eine neue Therapiemethode verbreitet. Die unter anderem an der Medizinischen Universität Wien entwickelte ambulante Behandlungsform nennt sich „Transkranielle Pulsstimulation“ (TPS) und arbeitet mit Stoßwellen, die von außen an das Gehirn abgegeben werden. Sie sollen Nervenzellen im Gehirn aktivieren und die Krankheit nicht nur aufhalten können, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessern. Mittlerweile wurden laut der „Ärztlichen Interessengemeinschaft Alzheimer-Demenz-Therapie TPS“ bereits über 3000 Patienten behandelt.

Fachtagung in Bregenz

Unlängst fand dazu in Bregenz ein Treffen zwischen Ärzten und Wissenschaftlern statt. Die Fachleute waren sich einig, dass die TPS für Demenzpatienten eine sinnvolle Behandlungsmethode sein und das Pflegesystem entlasten kann. In Bregenz wird die TPS vom Stoßwellenexperten Dr. Maximilian Murtinger angeboten. Er war auch Veranstalter der Fachtagung. Die Therapie muss derzeit noch privat bezahlt werden, an der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Kassen werde jedoch gearbeitet.