Schenken hat nach wie vor hohen Stellenwert

HE_Blude / 30.11.2022 • 15:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gut 86 Prozent haben heuer vor, Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten zu kaufen. Shutterstock
Gut 86 Prozent haben heuer vor, Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten zu kaufen. Shutterstock

Rund 340 Euro werden heuer pro Käufer für Weihnachtsgeschenke ausgegeben. Am beliebtesten sind Gutscheine.

UMFRAGE Trotz Rekordinflation, Teuerung, globaler Unsicherheiten und deutlich steigenden Energiekos-ten blicken die Vorarlberger Konsumenten mit Zuversicht auf das Weihnachtsfest. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der KMU Forschung Austria. Befragt wurden 310 Personen über 15 Jahre zwischen Ende Oktober/Anfang November 2022. Dabei wird deutlich, dass die Kaufbereitschaft der Vorarlberger im Vergleich zum Vorjahr trotz der getrübten wirtschaftlichen Situation nur leicht zurückgegangen ist.

Der Anteil der Geschenkekäufer geht zwar im Vergleich zum Vorjahr zurück, bleibt aber auf einem hohen Niveau. 86 Prozent bzw. über 290.000 Vorarlberger und Vorarlbergerinnen (ab 15 Jahre, ohne Alters-
einschränkung nach oben) haben vor, heuer Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Das bedeutet einen moderaten Rückgang von minus Vier-Prozent-Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Pro Käufer ist mit Ausgaben von durchschnittlich 340 Euro zu rechnen, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg darstellt (320 Euro).

Vorfreude auf Weihnachten

Ebenfalls im Trend bleibt die frühe Erledigung der Weihnachtseinkäufe. „Es zeigt sich eine gewisse Vorfreude auf Weihnachten, die Stimmung bei den Menschen ist entgegen der Erwartungen positiv. Das freut uns, weil es auch vielversprechende Auswirkungen auf unseren Handel im Land hat“, betont Carina Pollhammer, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. „Diese zuversichtliche Stimmung müssen unsere Einzelhändler nützen, um positive Akzente in einem Handelsjahr zu setzen, in dem die Herausforderungen und das wirtschaftliche Umfeld so schwierig wie noch nie zuvor waren.“

Bereits im Vorjahr wurde deutlich, dass sich das weihnachtliche Kaufverhalten der Konsumenten in Vorarlberg zeitlich nach vorne verschoben hat. Dieser Trend bestätige sich heuer, sodass der Anteil der Late Shopper weiter rückläufig ist. Das habe sicherlich auch mit den medial breit diskutierten Lieferschwierigkeiten und den längeren Lieferzeiten auf Seiten der Produzenten zu tun. „Die Menschen in Vorarlberg wollen sich obgleich der permanenten Krisenberichterstattung das Weihnachtsfest nicht vermiesen lassen“, erklärt auch Michael Tagwerker, Geschäftsführer der Sparte Handel.

Top-Weihnachtsgeschenke

Schenken sei ein sozialer Akt, der Freude bereitet und Beziehungen stärkt. Diese soziale Interaktion rücke gerade in schwierigen Zeiten wieder vermehrt in den Vordergrund. Das Ranking der häufigsten Weihnachtsgeschenke wird von Gutscheinen angeführt – knapp die Hälfte der Konsumenten beabsichtigen, diese unter den Christbaum zu legen. Auf Platz zwei des Rankings liegen Spielwaren (37 Prozent) gefolgt von Kosmetika (32 Prozent), Bekleidung/Textilien (29 Prozent), Bücher (26 Prozent) und sonstige Genussmittel (23 Prozent). Auf Platz sieben und acht liegen Schmuck und Bargeld, die von 20 Prozent bzw. 19 Prozent verschenkt werden. Die Top 10 werden schließlich von Wein und Sportartikeln vervollständigt. „Da die Nummer eins bei den Geschenken Gutscheine sind, eignen sich dabei Einkaufsgutscheine der regionalen Wirtschaftsgemeinschaften ideal. Über das Land verteilt gibt es insgesamt 14 derartige Gutscheinsysteme“, betont Spartengeschäftsführer Michael Tagwerker.

Die mit Abstand beliebteste Inspirationsquelle bleibt mit 62 Prozent das Internet. 39 Prozent der Befragten lassen sich durch die Impulse direkt im Geschäft oder vom Schaufenster inspirieren. Zudem stellen Freunde, Kollegen, Bekannte, Prospekte sowie der Brief ans Christkind eine weitere wichtige Informationsquelle dar.

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