Ländle-Käseliebe schickt sich an, Wien zu erobern

HE_Brege / 13.04.2022 • 13:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mit einer Lesung wurde der käsliebe-Event Alpkäs PopUp eingeleitet.
Mit einer Lesung wurde der käsliebe-Event Alpkäs PopUp eingeleitet.

Alma eröffnete Alpkäs PopUp Store und brachte Landwirtschaftsthemen zur Sprache.

Hörbranz, Wien „Es geht uns bei diesem Projekt nicht nur darum, unsere Marke zu präsentieren. Wir wollen vor allem ein Bewusstsein für das Produkt und das Thema schaffen“, erklärte Bereichsleiter Christof Abbrederis bei der Eröffnung des käsliebe PopUps in Wien-Mariahilf.

Auch im urbanen Raum

Das Interesse an der Veranstaltung bestätigte eindrucksvoll: Auch im urbanen Raum beschäftigt das Thema Landwirtschaft die Menschen, das PopUp war jedenfalls bis auf den letzten Platz gefüllt. Eingeleitet wurde das Event mit einer Lesung von Florian Klenk und Christian Bachler. Anschließend gab es eine Diskussionsrunde über die Bedeutung von Landwirtschaft.

Neben bestem Käse aus Vorarlberg gab es auch jede Menge Input zu zukunftsrelevanten Themen aus dem Bereich Landwirtschaft. Zur Einstimmung wurden die Gäste mit Alp­käse aus den Jahrgängen 2020 und 2021 verköstigt.

Direktvermarktung

In der Diskussion wurde deutlich, dass sich die Landwirtschaft mit Preisen auf dem Niveau der 60er-Jahre, aber Kosten auf dem Niveau von heute auseinandersetzen muss. Ein Weg für Bauern könne sein, mehr Produkte direkt zu verkaufen und somit nicht nur einen höheren Preis zu erzielen, sondern auch Berührungspunkte mit den Menschen zu haben. So könne man auch die Wertigkeit eines Produkts erklären.

Gegen Geschäftsinteressen?

Einen ähnlichen Standpunkt vertrat auch Josef Rupp, Geschäftsführer der Rupp AG: „Wir unterstützen die Sennerinnen und Senner sehr stark im Hinblick auf die Direktvermarktung. Das geht zwar scheinbar gegen unser Geschäft, aber es ist ein wichtiger Schritt zum Erhalt der Landwirtschaft“, so Rupp. Bäuerin Sonja Willim wiederum fokussierte in der Diskussion stark auf Wissensvermittlung rund um Lebensmittel: „Wenn wir heute in einer Schule im urbanen Raum erklären, wie beispielsweise Butter hergestellt wird, dann schauen uns die Kinder völlig ungläubig an.“

Das Resümee der Diskussion fasste Moderator Wolfgang Gerlich folgendermaßen zusammen: „Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn die Menschen mit vielen Fragen reinkommen und mit noch mehr Fragen rausgehen. Das zeigt, dass Nachdenkprozesse in Gang gesetzt wurden.“ Dass er mit dieser Einschätzung nicht falsch lag, zeigten auch die intensiven Diskussionen unter den Besucherinnen und Besuchern im Anschluss. Im Zuge dessen gab es dann als kulinarisches Highlight auch noch Alpkäse aus dem Sommer 2019. Neben Alpkäse aus Vorarlberg finden sich im Sortiment auch weitere Köstlichkeiten von Alma sowie Spezialitäten aus Vorarlberg. Im „Rahmenprogramm“ gab es für die Gäste u. a. ein Riebl-Frühstück und zum Abschluss warten am 15. April Käsknöpfle to go. STP

Waren sich einig: Josef Rupp und die Bäuerin Sonja Willim.stp/2
Waren sich einig: Josef Rupp und die Bäuerin Sonja Willim.stp/2

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