„Der Traum eines lächerlichen Menschen“ im Theater Kosmos

HE_Brege / 14.12.2022 • 15:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Der Traum eines lächerlichen Menschen“ von Fjodor M. Dostojewski im Theater Kosmos mit besonderer „Lesungsmusik“.Mandy Hanke
„Der Traum eines lächerlichen Menschen“ von Fjodor M. Dostojewski im Theater Kosmos mit besonderer „Lesungsmusik“.Mandy Hanke

Bregenz „Ich bin ein lächerlicher Mensch“, leitet der Sankt Petersburger Ich-Erzähler seinen Monolog ein und gibt gleich darauf unumwunden zu, die anderen haben ihn längst als Verrückten abgestempelt. „Immer lachten alle über mich“, klagt er. Das erweist sich eigentlich als keine Klage, denn ihm ist „alles egal“. Diesen 3. November findet der lächerliche Mensch erzählenswert. Da erblickt er doch – im Finstern auf der Straße stehend – am Himmel hinter Wolkenfetzen ein Sternchen. Dieser Himmelskörper gibt dem Erzähler den Gedanken ein, sich nun endlich umzubringen. Heute in der Nacht soll es sein.

Besondere Musik

Für die Musik von Herwig Hammerl zu Dostojewskis „Der Traum eines lächerlichen Menschen“ möchte, ja sollte man fast einen neuen Begriff erfinden: die „Lesungsmusik“. Im Gegensatz zu Film- oder Theatermusik muss diese nicht auf Szenen oder gar Bilder eingehen – auf Stimmungen aber sehr wohl. Traum- oder albtraumhafte Klänge, die – wie auch Dostojewski – zeitlich schwer zuzuordnen sind. Wie Hochromantisches aus den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts klingen sie jedenfalls nicht; eher sind sie dem Neoklassizismus oder der Postmoderne (Minimal Music) verpflichtet.

Die Aufführung des Stücks „Der Traum eines lächerlichen Menschen“ von Fjodor M. Dostojewski mit Hubert Dragaschnig als Sprecher, Herwig Hammerl (Komposition), findet am Mittwoch,
28. Dezember, um 20 Uhr im Theater Kosmos in den schoeller 2welten in der Mariahilfstraße 29 in Bregenz statt. Kartenvorverkauf und weitere Infos gibt es auf: www.theaterkosmos.at

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