Gymnasiastinnen setzen sich bei Blutspendeaktion ein

HE_Dornb / 05.10.2022 • 15:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die erste Gruppe der Schülerinnen mit den Professorinnen Stefanie Brandner und Julia Moosbrugger (r.).eh (4)
Die erste Gruppe der Schülerinnen mit den Professorinnen Stefanie Brandner und Julia Moosbrugger (r.).eh (4)

Theorie im Unterricht „Sozialkompetenzen“ am BG Dornbirn wurde in der Praxis erprobt.

Dornbirn Die Turnhalle am Dornbirner Bundesgymnasium wurde kurzerhand in einen Sanitätsraum umgewandelt. Der Grund dafür war die Blutspendeaktion des Roten Kreuzes, die am vergangenen Mittwoch durchgeführt wurde. Diese soziale Aktion nahmen die Schülerinnen der 7. Klasse zum Anlass, die Theorie, die sie im Zuge des Moduls Sozialkompetenzen gelernt haben, in der Praxis zu erproben. Unterrichtet werden sie von den beiden Pädagoginnen Stefani Brandner und Karin Bitschnau-Schindler.

19 Schülerinnen haben sich im vergangenen Schuljahr zusätzlich für dieses neue Fach entschieden. „Im Modul ,Sozialkompetenzen‘ werden die Jugendlichen dazu befähigt, eigenständige Projekte im sozialen Bereich zu planen und durchzuführen“, erläutert Stefanie Brandner und führt weiter aus: „Als Vorbereitung dafür wurden sie in Gesprächsführung geschult und bekommen dadurch einen Einblick ins Projektmanagement in Kooperation mit sozialen Institutionen wie beispielsweise der Caritas, Telefonseelsorge oder der Lebenshilfe.“

Mit Unterstützung von Julia Moosbrugger, die am Gymnasium Deutsch und Religion unterrichtet und sich daneben auch für Erste-Hilfe-Kurse und verschiedene Sozialaktionen engagiert, setzten die Schülerinnen bei der Blutspendeaktion zum ersten Mal ihr Wissen in der Praxis um.

Projektmanagement

Die Schülerinnen, die in drei Gruppen eingeteilt wurden, sind vorwiegend im Alter von 16 Jahren. Sie brachten ihre Eigenständigkeit ein, indem sie die Verpflegung aller Personen arrangierten, die am Tag der Blutspendeaktion Blut spendeten. Nach Telefongesprächen mit Lebensmittelketten, Bäckereien und anderen Anbietern konnten sie sich in Sachen Projektmanagement beweisen und drei Sponsoren gewinnen. Die Bäckerei Mangold lieferte das Gebäck, von Spar wurden Würstchen, Semmeln und Getränke gesponsert, Transgourmet in Schwarzach stellte Käse und vegetarischen Aufstrich zur Verfügung.

Rotes Kreuz wird unterstützt

Durch diese soziale Aktion wird das Rote Kreuz dahingehend unterstützt, dass die Kosten für die Verpflegung eingespart werden können. „Das ist für uns ein großes Entgegenkommen“, zeigte sich Michael Hamel, der Organisationsleiter des Roten Kreuzes, sehr erfreut. „Nicht nur das, wir sind auch dankbar, dass wir die Turnhalle der Schule bereits zum dritten Mal benützen können. Das kam uns besonders zu Coronazeiten sehr entgegen. Heute waren es 174 Personen, die vor Ort waren, davon konnten 151 Blut spenden.“

Dass sich gerade Jugendliche für soziale Projekte einsetzen, sei ein weiterer Pluspunkt, so Hamel, „wir brauchen junge Leute, die in Zukunft weiterhin bereit sind, Blut zu spenden.“ EH

Im letzten Schuljahr haben wir mit der neuen Sparte im Sozialbereich begonnen. Wir haben dabei sehr viel gelernt. Und dass wir unser Wissen in der Theorie bei einer Blutspendeaktion in die Praxis umsetzen konnten, war für mich herausfordernd und spannend. Marija Lovric (16)

Im letzten Schuljahr haben wir mit der neuen Sparte im Sozialbereich begonnen. Wir haben dabei sehr viel gelernt. Und dass wir unser Wissen in der Theorie bei einer Blutspendeaktion in die Praxis umsetzen konnten, war für mich herausfordernd und spannend.
Marija Lovric (16)

Dass wir das Gelernte nun in der Praxis zum ersten Mal für das Rote Kreuz einbringen konnten, war für mich eine tolle Erfahrung und zugleich eine Bestätigung, dass ich mich richtig entschieden habe, zusätzlich ein soziales Modul im Unterricht zu wählen. Eva Spiegel (16)

Dass wir das Gelernte nun in der Praxis zum ersten Mal für das Rote Kreuz einbringen konnten, war für mich eine tolle Erfahrung und zugleich eine Bestätigung, dass ich mich richtig entschieden habe, zusätzlich ein soziales Modul im Unterricht zu wählen.
Eva Spiegel (16)

Ich habe mich dafür entschieden, da es ein Themenbereich ist, der in sozialorientierten Berufen Vorteile bringt, aber genauso im privaten Leben. Beispielsweise ist es bei Konfliktlösungen im privaten Umfeld und später im Arbeitsprozess eine Bereicherung. Linda Scheifinger (16)

Ich habe mich dafür entschieden, da es ein Themenbereich ist, der in sozialorientierten Berufen Vorteile bringt, aber genauso im privaten Leben. Beispielsweise ist es bei Konfliktlösungen im privaten Umfeld und später im Arbeitsprozess eine Bereicherung.
Linda Scheifinger (16)

Organisationsleiter Michael Hamel war mit der Teilnahme sehr zufrieden.
Organisationsleiter Michael Hamel war mit der Teilnahme sehr zufrieden.

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