Feldkirch sucht das Gespräch in den Ortsteilen: “Die Menschen vor Ort wissen am besten, was funktioniert und was nicht”

HE_Feldk / 04.02.2026 • 14:06 Uhr
Feldkirch sucht das Gespräch in den Ortsteilen: "Die Menschen vor Ort wissen am besten, was funktioniert und was nicht"
Die Bürgerbeteiligung beim Auftakt im Löwen war gut. VN/DJSHOM

Verkehr, Parkdruck, Lärm: Bürger aus Tosters bringen ihre Sorgen direkt zum Bürgermeister.

Darum geht’s:

  • Ortsteilsprechtage fördern Bürgerdialog in Feldkirch.
  • Bürger teilen Anliegen bei Tosters-Veranstaltung.
  • Verkehrsthemen dominieren Diskussion.

Feldkirch Nach dem Jubiläumsjahr “100 Jahre Großfeldkirch”, das die Bedeutung der Ortsteile bewusst in den Mittelpunkt rückte, setzt die Stadt nun auf direkten Austausch. Im Februar und März lädt Feldkirch zu Ortsteilsprechtagen – niederschwellige Gesprächsabende, bei denen Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen, Fragen und Ideen direkt mit Bürgermeister Manfred Rädler und den jeweiligen Ortsvorstehern besprechen können.

Sparmaßnahmen stets im Mittelpunkt des Abends

Den Auftakt machte Tosters: Im Gasthaus Löwen wurde deutlich, wie sehr die Ortsteile das tägliche Leben prägen – als Nachbarschaften, Treffpunkte und Identifikationsorte. Genau dieses Wissen aus dem Alltag sei für die Stadtentwicklung unverzichtbar, betonte Bürgermeister Rädler. “Die Menschen vor Ort wissen am besten, was gut funktioniert und wo es Verbesserungen braucht. Diese Gespräche liefern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unserer Stadt.”

In Tosters wurde dabei auch sichtbar, was in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt wurde: der erneuerte Kindergarten Riedteilweg, der laufende Ausbau der Volksschule sowie der jüngste Spatenstich für die neue ÖBB-Haltestelle Tosters. “Gerade in finanziell angespannten Zeiten ist es keine Selbstverständlichkeit, solche Projekte umzusetzen”, so Rädler. Umso erfreulicher sei es, dass die lang geplante Haltestelle nun realisiert werde – inklusive barrierefreier Fuß- und Radwegeanbindung.

Der Verkehr ist das größte Problem in Tosters

In der Diskussion meldeten sich zahlreiche Anrainer zu Wort. Besonders die Verkehrsbelastung im Ortskern, Parkprobleme bei der Apotheke, Lärm rund um den Fußballplatz sowie die unerlaubte Nutzung landwirtschaftlicher Wege sorgten für Gesprächsstoff. Kritisiert wurde auch der Durchzugsverkehr, der durch Navigationssysteme verstärkt werde. Als mögliche kurzfristige Maßnahme brachten Rädler und die Anrainer einen Wechselverkehr ins Spiel – eine kostengünstige Lösung, die Schleichverkehr unattraktiver machen könnte. Beim Wechselverkehr werden Verkehrsinseln eingebaut, und so kann der Verkehr entschleunigt werden.

Feldkirch sucht das Gespräch in den Ortsteilen: "Die Menschen vor Ort wissen am besten, was funktioniert und was nicht"
Gäste im Gespräch mit Bürgermeister Manfred Rädler und Ortsvorsteher Daniel Peter VN/DJSOHM

Die Ortsteilsprechtage werden in den kommenden Wochen fortgesetzt: am
19. Februar in Altenstadt (TSV-Klubheim), am 24. Februar in Tisis (Gasthaus Löwen), am 3. März in Gisingen (analog. cafe & mehr), am 23. März in Nofels (Gasthaus Löwen) und am 24. März in Levis (Hotel Montfort). Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Getränke müssen selbst bezahlt werden.