Große Pläne für kleine Oase

Im nächsten Jahr will Künstler “Max” Khüny wieder zu drei Offenen Sommerateliers einladen.
Ludesch Stillstand ist für den Künstler Markus Khüny ein Fremdwort. Intarsien-Mäx sprudelt vor lauter Ideen. In den beiden VMZ-Geschäftsführern Otmar und Bernhard Laggner hat der Bludenzer zwei Kunstförderer gefunden. Sie ermöglichten es ihm, sein Sommeratelier vom Montafon in den Walgau zu verlegen. Und so war es Markus Khüny unlängst eine große Ehre, seine Fans erstmals nach Ludesch einzuladen und im Heuboden eines mindestens 100 Jahre alten Gebäudes 13 seiner Werke zu präsentieren.

Zahlreiche Kunstfreunde kamen ins Betriebsgebiet Hängender Stein 4. Intarsien-Mäx freute sich, Persönlichkeiten wie die Ludescher Bürgermeisterin Alexandra Schalegg, Otmar und Herlinde Laggner, Walter und Renate Zingerle, Kurt und Marlene Bonner, Patricia Fetzel, Stefan und Connie Kresser, Peter und Waltraud Joschika, Edith Mahner, Wolfgang und Margit Burtscher sowie Karl-Rudolf Huber (Huber Images) dort zu begrüßen.

Im Gespräch erzählte Markus Khüny, vom Erfolg seiner Ludesch-Premiere tief berührt: “Am Vormittag sind schon die Ersten in meinem Atelier eingetrudelt. Ich hatte eine unglaubliche Gaudi.” Das Atelier sei ganztägig gut gelaufen. “Ich finde das wertschätzend mir und meiner Kunst gegenüber.”

Das nächste Jahr solle so weitergehen, wie es in Lorüns aufgehört hat. “Es wird relativ viel im Garten gemacht. Wir sind noch nicht fertig, nachdem das Atelier in Ludesch später gestartet hat als geplant.” In jedem Offenen Atelier will Markus Khüny zwei Künstlerinnen oder Künstlern eine Bühne bieten. Sollte eine der beiden Personen schon einen höheren Bekanntheitsgrad erlangt haben, könnte diese jemanden weniger Bekannten mittragen und von der Infrastruktur, die sich Intarsien-Mäx aufgebaut hat, mitprofitieren.

Gerne würde der gelernte Metallfacharbeiter ein paar auswärtige Künstler oder Künstlerinnen in die Region bringen. Die Gemeinde Ludesch will das Sommeratelier, das laut dem Künstler “immer professioneller werden soll”, unterstützen. Markus Khüny kann sich beispielsweise auch eine Lesung vorstellen. Der Stall soll im kommenden Jahr ausgebaut werden. Neben drei Offenen Sommerateliers im Jahr 2027 möchte er auch Kurse anbieten.

Unter den Besuchern des Sommerateliers waren auch Alexander Reisinger und Helmut Obexer. Alexander Reisinger hat es sehr spannend gefunden, wie Markus Khüny das alte Handwerk durchaus mit modernen Elementen kombiniert. Schön sei auch das Material, mit dem gearbeitet wird. Das Wurzelholz schreibe Geschichte und diese könne durch das künstlerische Element neu gestaltet werden. Das alte Leben des Werkstoffes fließe mit der neuen Idee des Künstlers in etwas Neues ein.

Helmut Obexer, ebenfalls Atelierbesucher, sagte, er habe sich schon längere Zeit für die Intarsienarbeit von Markus Khüny interessiert. Ihn fasziniere, wie der Künstler mit so wenigen Materialien so tolle Bilder schaffe. Wenn er einzelne Bilder des Künstlers betrachte, stelle er fest: “Da fehlen Sachen und trotzdem siehst du, dass da ein Gesicht ist, zum Beispiel.” SCO











