Sorgenprügel brannten lichterloh

Fußacher Seepfadfinder organisierten bereits das 30. Sorgenprügelfest.
FUSSACH Zum Aufwärmen war das Silvesterfeuer auf dem Fußacher Dorfplatz heuer nicht erforderlich. Die Frühlingstemperaturen lockten aber dennoch eine große Schar zum Festle, zu dem die Seepfadfinder Fußach bereits zum 30. Mal eingeladen hatten.
Vor 30 Jahren gab es im Ried zum Start dieser Tradition einige Bier und etwas Leberkäse, inzwischen gehört das Sorgenprügelfest fix zum Jahresablauf in Fußach. Helmut Stump, der das Fest einst ins Leben gerufen hatte, hat in seinen Kindern längst bewährte Nachfolgerinnen und Nachfolger gefunden. Und weil Mitstreiter wie Fredi Hillberger ebenfalls seit 30 Jahren dabei sind, gibt es eben auch die heißen Schüblinge aus dem Waschkessel noch immer. „Hier heißen sie Fußacher Wasserzapfen“, klärt Fredi auf. Caroline Stump überreichte Vater Helmut anlässlich des Jubiläums einen goldenen Sorgenprügel. Der funktioniert wie alle anderen: Wer mitmachen will, legt sich das Holzstück daheim auf das Nachtkästchen. Gibt es Sorgen, so erzählt man diese dem Sorgenprügel. Der behält die gewiss bei sich, es gibt keinerlei Chatverläufe. Und an Silvester landen Prügel und Sorgen eben in den Flammen.
Dank an Pfadfinder und Musik
Dazu spielte auch heuer der Musikverein Fußach auf. Vizebürgermeister Daniel Mathis bedankte sich bei den Seepfadfindern für die Organisation und er dankte auch seinen Musikerkolleginnen und -kollegen des Musikvereins.
Die Verpflegung mit Wurst und Brot in verschiedenen Variationen, mit Pommes Frites und Getränken klappte bestens, für die Kinder gab es den Kinderpunsch gratis. Sie konnten sich auch schminken lassen oder mit Holzklötzen bauen. Und weil sich dieser Bewerb einst bereits bewährt hatte, wurde zum Jahresende 2022 zum Christbaum-Weitwurf geladen. AJK



