„130 Johr Bärger Füürwehr“

Beim 13. Herbstfest ließ die Gemeinde Bartholomäberg ihre Feuerwehr hochleben.
BARTHOLOMÄBERG Am Sonntag riefen die Glocken der Pfarrkirche Bartholomäberg zum Jubiläumsgottesdienst “130 Jahre Ortsfeuerwehr Bartholomäberg”. Gefeiert wurde der freudige Anlass im Rahmen des stimmungsvollen, dreitägigen Herbstfestes mit Clubbing und musikalischer Unterhaltung durch “Die 4 Tiroler” und die Harmoniemusik Bartholomäberg mit Kapellmeister Matthias Vallaster. Lohnend war beim Fest auch der Besuch der Weinlaube. Am Sonntagnachmittag gab es Fahrten für die Kinder mit den Feuerwehrfahrzeugen; am Sportplatz wartete eine Hüpfburg darauf, von ihnen “erobert” zu werden.

“Wir haben drei Tage ein schönes Fest gehabt. Die Feuerwehr freut es, dass es so einen großen Anklang in der Bevölkerung gefunden hat – dafür vielen Dank“, sagte Feuerwehrkommandant Thomas Battlogg.

“Das Pfingstunwetter im Jahr 1999 war während meiner Amtszeit ein spezieller Höhepunkt im Wirken der Ortsfeuerwehr”, erklärte Bürgermeister Martin Vallaster. “Tag und Nacht” hätte damals die Feuerwehr Bartholomäberg zusammen mit anderen Wehren die Menschen im Ort vor weiterem Schaden bewahrt.
Symbol für Mut
“In den 130 Jahren Bärger Feuerwehr ist viel passiert. Anfangs hatte die Bärger Feuerwehr ein paar Schläuche und eine Handpumpe zur Verfügung. Damit machten sich sich zu Fuß auf den Weg zu den Bränden. Die Pumpe ist ein Symbol für den Mut und die Entschlossenheit unserer Feuerwehrgründer”, meinte Feuerwehrkommandant Thomas Battlogg in seiner Festrede. Im Laufe der Jahre schaffte die Feuerwehr neue Geräte an. Das erste richtige Spritzenhaus wurde im Jahr 1913 errichtet. 1947 ereignete sich ein großer Waldbrand auf Latons. Damals bildete die Bärger Feuerwehr gemeinsam mit der Bevölkerung eine Menschenkette. Die Löscheimer wurden bis zum Brandherd weitergereicht bis schließlich alles gelöscht war.

Bis 1954 gab es in der Gemeinde ein viertes Feuerwehrhaus. Es stand am Lutt, kam jedoch unter die Lawine. In diesem Winter starben am Bartholomäberg in zwei großen Lawinen insgesamt 16 Menschen. 18 Jahre danach geschah der große Waldbrand am Muttersberg. Vor genau 50 Jahren, 1974, erlebte die Bartholomäberger Feuerwehr einen tollen Aufschwung: Am heutigen Standort wurden ein neues Feuerwehrhaus und das erste Feuerwehrauto gesegnet. 1992 kam der Tankwagen, der noch im Dienst steht. Die Einstellung von zwei Frauen bei der Feuerwehr blieb 1995 nicht ohne Aufschrei im Land; die eine von ihnen ist noch aktiv. Einen ihrer härtesten Einsätze in den vergangenen 130 Jahren hatte die Ortsfeuerwehr im Jahr 1999, das schon erwähnte Pfingstunwetter. Dieser Einsatz hatte bis zu neun Tage gedauert. Die Bevölkerung wurde über Radio gebeten, ins Feuerwehrhaus zu kommen, um zu helfen. Verlass war in dieser Situation auch auf die Feuerwehren aus der Umgebung und das Bundesheer.

Viele Gratulanten
2009 wurde das neue Mehrzweckgebäude gesegnet. Ein Jahr später kam es zur Gründung der Feuerwehrjugend. “Es ist schön, wenn man zurückschauen kann. Ich bin stolzer Kommandant von 77 Männern und Frauen, davon 20 Jugendlichen. Fünf Feuerwehrmänner sind Ehrenmitglieder”, so Thomas Battlogg. Sein Dank galt beim Fest allen Wehrmitgliedern und deren Familien. Unter den Anwesenden bei der Jubiläumsfeier befanden sich am Sonntag Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier, die Abschnittsfeuerwehrkommandanten Markus Greber und Alexander Loretz, Feuerwehr-Bezirksvertreter Thomas Bargehr, die Abordnungen der Nachbarwehren aus Innerberg (Kommandant Frank Ammann), Gantschier (Kommandant Florian Beiser), Vandans (Kommandant Martin Mostböck), Schruns (Kommandant Lukas Beck) und Silbertal (Kommandant Johannes Netzer). SCO

