Älteste Benefizinstitution der Welt ist im Wandel

Heimat / 10.10.2024 • 12:59 Uhr
Aufnahme von neuen Bruderschafts-Mitgliedern
Hinten: Mario Frick, Hubert Gorbach, Bgm. Florian Kasseroler, Diemtar Holt, Klaus Himmelreich (VLV) und Florian Werner. Vorne: BM Roland Köfler, Augenarzt Makrus Thaler, Monika Raggl, Martina Ess und Martin Jäger (Sprecher Sparkassen). ALLE BILDER:AME

Bei der Bruderschafts St. Christoph erfolgte die Aufnahme neuer Mitglieder.

Frastanz Die von Heinrich Findelkind am Arlberg gegründete „Bruderschaft St. Christoph“ ist durch ihre Gründung vor 638 Jahren die weltweit älteste Wohltätigkeitsorganisation.

Aufnahme von neuen Bruderschafts-Mitgliedern
Manuela und Karl-Heinz Koch, Inge Marte und Berta Keckeis.

Zur Aufnahme von dreißig Männern und Frauen als neue „Brüder“ und „Schwestern“ im Frastanzer Gastahus „Kreuz“ hießen Vizekanzler a.D. Hubert Gorbach und Bruderschaftsmeister Florian Werner auch bisherige Mitglieder willkommen. Werner berichtete von Heinrich Findelkind, der jeweils nach dem Winter die im Schnee ums Leben gekommenen Menschen bergen helfen musste und für den Bau einer seit 1385 für viele lebensrettenden Herberge durch die Lande reiste um Spenden zu sammeln.

Aufnahme von neuen Bruderschafts-Mitgliedern
Bettina Prendergast und Neo-Bruder Gert Endrich.

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Der Weg über den Pass wurde mit der Zeit wesentlich ungefährlicher, neue Dringlichkeit bekam das Auftreiben von Spendengeldern wegen der vierzig beim Bau des Arlbergstrassentunnels ums Leben gekommenen Arbeiter. Die Bruderschaft St. Christoph übernahm für jedes der 64 Halbwaisen eine monatliche Patenschaft von tausend Schilling. „Wir helfen Menschen in Not schnell und unbürokratisch“, stellte der Bruderschaftsmeister nach dem Vorführen des Films über die Wohltätigkeitsorganisation fest.

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Ingeborg Furxer und Kurt Pichler (Müroll).

Werner, dessen Eltern Adi und Gerda die Bruderschaft 60 Jahre lang mit viel Engagement begleitet und neben viel Arbeit über ihr Hotel auch viel Geld investiert haben, befasst sich seit eineinhalb Jahren intensiver damit. „Ich habe eine Fundraising-Ausbildung gemacht und eine faszinierende Welte kennengelernt und die Bruderschaft soll von der karitativen Vereinigung zur NGO werden. Weil er, der Bruderschaftsrat und Präsident Bischof Benno Elbs die Arbeit für die derzeit rund 16.000 Mitglieder nicht alleine bewältigen können, ist seit einiger Zeit Petra Nohl als angestellte Unterstützerin tätig. AME

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Edith und Wolfgang Ludescher (Musik-Fachgeschäft „Drumo“).
Aufnahme von neuen Bruderschafts-Mitgliedern
Ingrid Albrecht und Arnold Seeger.
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Petra Nohl mit Willkommenspaket.
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Petra Nohl mit Willkommenspaket.
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Nach alter Sitte gab es auch für Markus Mistura Schwertschläge auf die Schultern.