“Für alle Kinder zugänglich” – Volksschule Tosters wird erweitert

Heimat / 12.12.2024 • 13:54 Uhr
"Für alle Kinder zugänglich" - Volksschule Tosters wird erweitert
Die Volksschule Tosters bekommt mehr Kapazität. Stadt Feldkirch, Lisa Mathis

Bei der letzten Stadtvertretersitzung der Stadt Feldkirch wurde über die Erweiterung der Volksschule Tosters abgestimmt.

Feldkirch-Tosters „Bildung ist ein zentraler Baustein für die Zukunft unserer Stadt. Mit der Erweiterung der Volksschule Tosters schaffen wir eine moderne Infrastruktur, die den Kindern optimale Lernbedingungen bietet und gleichzeitig nachhaltig ist“, betonte die Vizebürgermeisterin Andrea Kerbleder bei der letzten Stadtvertretersitzung der Stadt Feldkirch.

Volksschule Tosters
Die Volksschule Tosters soll bis zum August 2026 umfassend erweitert werden.

Anreiz zu dieser Aussage lieferte der Tagesordnungspunkt 20 mit dem Titel „Volksschule Tosters – Erweiterung und Adaptierung im Bestand: Baubeschluss und Gewerkevergaben“. Die Umsetzungsphase des Projekts, das sowohl den aktuellen pädagogischen Anforderungen als auch den steigenden Schülerzahlen gerecht werden soll, steht nun in den Startlöchern.

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Vizebürgermeisterin Andrea Kerbleder ist die Referentin für Hoch- und Tiefbau bei der Stadt Feldkirch.

Clusterschule als Zukunftsmodell

Die Volksschule Tosters wird zu einer sogenannten Clusterschule umgebaut. Dieses Konzept kombiniert mehrere Regelklassen in einem räumlichen Verbund, dem sogenannten Cluster. Ein Cluster umfasst vier Regelklassen, einen Lehrerstützpunkt, einen Sonderunterrichtsraum sowie einen teilbaren Gruppenraum. Zudem ist Platz für Ganztagsangebote vorgesehen, bei denen die Räume eine Verschränkung von Lern- und Freizeitphasen ermöglichen.

„Die bis Bauende indexierten Errichtungskosten betragen 14,04 Millionen Euro netto. Darin enthalten sind auch Investitionen in die Infrastruktur und in eine Grundwasser-Wärmepumpe“, erklärte Kerbleder in ihrer Ansprache. Laut ihr könne dank dieser Technologie auf eine aktive Kühlung verzichtet werden. Die Erweiterung umfasst eine Nutzfläche von rund 2820 Quadratmetern und kombiniert Massiv- und Holzbauweise, was sowohl Stabilität und Langlebigkeit als auch Nachhaltigkeit und eine angenehmere Raumatmosphäre gewährleisten soll.

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Vizebürgermeisterin Andrea Kerbleder appelierte während der Stadtvertretersitzung für die Zustimmung des Antrags.

Inklusion und Förderung

Ein Bestandteil des Projekts soll auch inklusive Bildung sein. „Das inklusive Konzept der Volksschule Tosters berücksichtigt die Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler. Kleinklassen mit eigenen Nebenräumen ermöglichen gezielte Förderung. Der Schwerpunkt liegt aber weiterhin auf einem Unterricht, der gemeinsam stattfinden kann. So schaffen wir eine Schule, die für alle Kinder zugänglich ist und sie bestmöglich unterstützt“, so die Vizebürgermeisterin.

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Bürgermeister Manfred Rädler sieht die Erweiterung als Investition in die Anforderungen der Zukunft.

Zeitplan und Meilensteine

Der Bau soll im Jänner 2025 mit einem offiziellen Spatenstich beginnen. Die Fertigstellung ist für August 2026 geplant, sodass der Schulbetrieb rechtzeitig zum neuen Schuljahr starten kann. Insgesamt 340 Schüler sollen in der Schule künftig unterrichtet werden können. „Mit dem Baubeschluss für die Volksschule Tosters reagieren wir auf die steigenden Kinderzahlen und schaffen moderne Lernbedingungen, die den Anforderungen der Zukunft entsprechen“, ist Bürgermeister Manfred Rädler überzeugt. Die Vergabe für Baumeister- und Zimmermannsarbeiten, die Lüftung sowie die Heizung-, Sanitär- und Elektroinstallationen ist erfolgt. Insgesamt wurden damit bereits etwa 58 Prozent aller notwendigen Gewerke ausgeschrieben.

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Bürgermeister Manfred Rädler und die Stadtvertreter gaben dem Antrag einstimmig statt.

Augenmerk auf Budget

Der Baubeschluss wurde von der Stadtvertretung einstimmig gefasst. „Wir legen großen Wert darauf, das vorgegebene Budget einzuhalten und auch während der Bauphase Einsparungspotenziale zu nutzen. Die bisherigen Gewerkevergaben zeigen, dass wir teilweise deutlich unter den geschätzten Kosten liegen“, betonte Bürgermeister Manfred Rädler und fügte abschließend hinzu: „Hier vertraue ich auch auf das Bauamt und auf die zuständige Referentin.“

Daten & Fakten

Baubeginn Jänner 2025

Fertigstellung August 2026

Bauweise Kombination aus Massiv- und Holzbau (Erweiterung)

Nutzfläche etwa 2820 Quadratmeter

Kosten etwa 14 Millionen Euro netto (Abweichung +/-10 Prozent)