“Nach gerade einmal zweieinhalb Monaten” – Millionenprojekt schreitet voran

Ein halbes Jahr Bauzeit, ein ganz neuer Zugang: In Levis entsteht ein Kindergarten, der zeigt, wie schnell durchdachte Pädagogik und moderne Architektur zusammenfinden können.
Darum geht’s:
- Neubau Kindergarten Levis im Zeitplan.
- Nachhaltige Holzbauweise verbessert Raumklima.
- Bewegungsraum für externe Nutzung konzipiert.
Feldkirch-Levis Gegenüber vom Gymnasium Rebberggasse entsteht derzeit ein zukunftsweisender Kindergarten. Der Neubau in Levis ist eine von drei neuen Kinderbetreuungseinrichtungen, die die Stadt Feldkirch aktuell errichten lässt – und er liegt voll im Zeitplan.

„Der Rohbau ist abgeschlossen, nach gerade einmal zweieinhalb Monaten Bauzeit“, freut sich Projektleiter Jürgen Hafner beim Lokalaugenschein auf der Baustelle. Bis Herbst soll das Gebäude fertiggestellt sein und zum Start des neuen Kindergartenjahres in Betrieb gehen.

Durchdacht bis ins Detail
Der gesamte Neubau ist in nachhaltiger Holzbauweise konzipiert. „Holz ist ein Werkstoff, der Wärme ausstrahlt, eine natürliche Akustik bietet und sich spürbar positiv auf das Raumklima auswirkt“, erklärt Hafner.

Direkt beim Haupteingang befindet sich ein eigener Raum, in dem die Kinder ihre Straßenschuhe abstellen und in Hausschuhe wechseln. Erst danach geht es weiter in den obersten Stock, wo sich die Gruppenräume befinden. Dort werden dann in den Garderoben die Jacken und Taschen verstaut. „Diese Trennung war uns wichtig. So bleibt das Haus deutlich sauberer“, meint der Projektleiter.

Die Fenster sind bereits eingebaut, lediglich die Außentüren fehlen noch. Sie sollen in den nächsten Wochen folgen. In den Gruppenräumen liegt der untere Fensterrand nur 30 Zentimetern über dem Boden – so können die Kinder gut hinausschauen. Zusätzlich werden entlang der Fenster Sitzbänke montiert, die gleichzeitig als Stauraum für Spielmaterialien genutzt werden.

Ein besonderes Merkmal ist der Bewegungsraum, der bewusst auch für externe Nutzung konzipiert wurde. Durch ein Chipkartensystem kann dieser Bereich vom restlichen Kindergarten abgetrennt werden – inklusive Sanitärbereich. „So kann der Raum am Abend etwa von Vereinen oder Kursanbietern genutzt werden, ohne dass sie Zugang zum restlichen Haus benötigen“, erklärt Hafner.

Spielbereiche mit Konzept
Nicht nur im Inneren, auch im Außenraum wurde auf eine ausgewogene Nutzung geachtet. Der Bereich zwischen Eingangstor und Haupteingang wird als befestigte Fläche ausgeführt. „Dort können die Kinder mit Fahrzeugen wie Dreirädern oder Bobbycars fahren“, lässt Hafner wissen. Der restliche Außenbereich wird als Grünfläche mit Spiel- und Naturraum gestaltet.

Begrünte Netze, offene Sicht
Der Neubau verfügt über fünf Terrassen – drei auf der einen, zwei auf der gegenüberliegenden Gebäudeseite. Zur Absturzsicherung dienen dort stabile Metallnetze, die zugleich als Rankhilfe für Pflanzen eingesetzt werden. „Wir setzen auf unterschiedliche Kletterpflanzen – teils winterfest, teils sommergrün. So bleibt der Ausblick erhalten, das Gebäude wird aber dennoch begrünt“, lässt der Projektleiter wissen.

Sicher und durchdacht bis ins Dach
Das gesamte Gebäude wurde nach modernen Sicherheitsstandards geplant. Eine automatische Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) sorgt im Brandfall dafür, dass sich die Dachluken öffnen und Rauch kontrolliert nach oben abziehen kann. „Das ist ein wichtiges Sicherheitselement, das sich in der Praxis bewährt hat“, betont Hafner.

Eigenständig in jeder Hinsicht
Im Gegensatz zu den beiden anderen Projekten entsteht in Levis ein Kindergarten ohne bestehenden Altbau am Standort. In Nofels und Altenstadt hingegen werden ebenfalls neue Gebäude errichtet – allerdings direkt neben bestehenden Kindergärten. Diese Bestandsgebäude bleiben erhalten, werden jedoch nach dem Umzug der Kindergartengruppen umgebaut und künftig für Kleinkindgruppen genutzt.
Zahlen & Fakten
Standort Mutterstraße, Levis
Bauherr Stadt Feldkirch
Bauweise Holzbauweise mit vorgefertigten Elementen
Baustart Februar 2025
Fertigstellung September 2025
Bauzeit ca. 6 Monate
Nutzfläche ca. 1125 Quadratmeter, barrierefrei
Gesamtkosten (alle drei Standorte) rund 18,6 Millionen Euro
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