Medizinsches Personal der Bergrettung übte am Muttersberg

Heimat / 27.05.2025 • 10:40 Uhr
Rund 30 Teilnehmer liesßen sich vergangenes Wochenende in Bludenz rezertifiieren. Der zweite Kurs findet im Herbst in Damüls statt.
Rund 30 Teilnehmer ließen sich vergangenes Wochenende in Bludenz rezertifizieren. sto

Erfolgreiche Rezertifizierung alpiner Notfallsanitäter stärkt Bergrettung Vorarlberg.

Bludenz Am vergangene Wochenende fand der erst Kurs zur Rezertifizierung von Rettungs- und Notfallsanitätern der Bergrettung Vorarlberg in Bludenz statt. Rund 30 TeilnehmerInnen nahmen an der zweitägigen Fortbildung teil – ein Pflichttermin, denn laut Sanitätsgesetz müssen Rettungs- und Notfallsanitäter in Österreich ihre Qualifikation alle zwei Jahre auffrischen. „Gerade in einem Land wie Vorarlberg, wo Einsätze oft unter schwierigen alpinen Bedingungen stattfinden, ist es essenziell, dass alle Teammitglieder auf dem neuesten Stand sind“, betont Matthias Kliesch, der gemeinsam mit Johannes Stoiser das hochkompetente Ausbildungsteam leitete. Dieses setzte sich aus jungen, hervorragend ausgebildeten Mitgliedern der Bergrettung sowie einem Notarzt zusammen. Sie gehen der Profession des Rettungsdienstes auch beruflich nach und bieten dadurch nicht nur den neuesten Wissenstand, sondern können auch mit Tipps zur richtigen Anwendung aufwarten.

Medizinsches Personal der Bergrettung übte am Muttersberg: Internistische Notfälle werden auch am Berg immer häufiger. Die richtigen Abläufe bis der Patient ins Krankenhaus transportiert werden kann können lebensrettend sein.
Die richtigen Abläufe bis der Patient ins Krankenhaus transportiert werden kann können lebensrettend sein.

Begeisterte Teilnehmende

„Das junge Team konnte ein abwechslungsreiches und praxisnahes Programm auf die Beine stellen“, waren sich die Teilnehmer einig. An beiden Tagen stand ein Stationsbetrieb auf der ToDo-Liste, bei dem die Teilnehmenden ihre Kenntnisse im Atemwegsmanagement, in der Reanimation sowie in der Narkoseeinleitung auffrischen konnten. Dabei ist wichtig, dass die Teilnehmer fortlaufend und immer wieder die aktuell gültigen Algorithmen anwenden. „Diese müssen in Fleisch und Blut übergehen, damit sie im Einsatzstress automatisch ablaufen können“ betont Ausbildungsleiter Johannes Stoiser, der selbst Notfallsanitäter ist.

Medizinsches Personal der Bergrettung übte am Muttersberg: Auch der Umgang mit Medikamenten, Infusionen und Intubationsbesteck wurde intensiv geschult.
Auch der Umgang mit Medikamenten, Infusionen und Intubationsbesteck wurde intensiv geschult.

Ohne Prüfung geht es nicht

Den Abschluss des zweiten Tages bildete die offizielle Rezertifizierungsprüfung unter den wachsamen Augen von Dr.Klaus Linzmeier. „Die hohe Qualität der Ausbildung, ständige Weiterbildung und das große Engagement der Teilnehmenden haben uns eine weiße Fahne ermöglicht“, zeigte sich Kliesch erfreut. Trotz aller Herausforderungen war die Rückmeldung der Teilnehmenden durchwegs positiv. Der Rezertifizierungskurs am Muttersberg war nicht nur ein wichtiger Baustein für die medizinische Qualität im alpinen Rettungsdienst, sondern auch ein starkes Zeichen für das Engagement und die Zukunftsfähigkeit der Bergrettung Vorarlberg. STO

Medizinsches Personal der Bergrettung übte am Muttersberg: Die richtige Reanimation wurde auf mehreren Station geübt.
Die richtige Reanimation wurde auf mehreren Station geübt.
Medizinsches Personal der Bergrettung übte am Muttersberg: Die richtige Lagerung oder Imobilisierung der Halswirbelsäule ist gerade bei schweren Unfällen entscheidend.
Die richtige Lagerung oder Imobilisierung der Halswirbelsäule ist gerade bei schweren Unfällen entscheidend.
Medizinsches Personal der Bergrettung übte am Muttersberg: Auch Szenarien wie Mountainbike- oder Holzerunfall wurden simuliert und medizinsch abgearbeitet.
Auch Szenarien wie Mountainbike- oder Holzunfall wurden simuliert und medizinisch abgearbeitet.