Fraxner Chor auf musikalischer Reise

Fraxner Kirchenchor begeistert kürzlich mit musikalischer Zugreise durch ganz Vorarlberg.
Fraxern Im voll besetzten Jakob-Summer-Saal präsentierten die 18 Damen mit einem liebevoll gestalteten Konzert ihre Vorschau auf den bevorstehenden Chorausflug. Das Bühnenbild – ein geschmückter Bahnsteig – ließ bereits zu Beginn Reiselust aufkommen. Mit dem Lied „Rock den Chor“ wurde der rund 90-minütige Abend fulminant eröffnet.
Doch wer lediglich ein klassisches Chorkonzert erwartete, wurde überrascht: Obfrau Marlene Marte hatte gemeinsam mit ihrem Team eine musikalische Bahnfahrt quer durch Vorarlberg inszeniert – mit elf Liedern, Gedichten, Anekdoten und spannenden Infos zu regionalen Besonderheiten. Unterstützt wurde sie dabei von Jaqueline Schwarzhans, Belinda Boss und Nadja Nachbaur.
Die Reise beginnt
„Alles einsteigen nach Lustenau!“, rief „Schaffner“ Reinhold Nachbaur, und schon nahm die unterhaltsame Reise Fahrt auf. Mit „Trom mi Bübele trom“ begleiteten die Sängerinnen eine Zugreisende die versuchte ihr Baby in den Schlaf zu wiegen. Auf dem Bödele riskierte man einen Blick auf den Bodensee. Redewendungen im Bödeledütsch wurden eingestreut und das Lied „In Vorarlberg“ angestimmt.
Bei den fiktiven Stationen Vorderer Bregenzerwald, Riefensberg, Sonntag und Schruns wurde der Chor vom Trio „Habediere“ musikalisch begrüßt. Luis und Urs Rehm sowie Reinhold Nachbaur sorgten mit Kontrabass, Gitarre und Handorgel für heitere Abwechslung.
Ein Höhepunkt war der Besuch der Juppenwerkstätte Riefensberg. Dort erklärte Reinelde Sieber in Tracht die Bedeutung der Juppe und unterhielt das Publikum mit einem Witz. In Sonntag erwartete Elisabeth Burtscher vom Museum Großwalsertal die Sängerinnen und berichtete vom Ursprung des Museums – ein 500 Jahre altes Bauernhaus, einst gerettet von Eugen Dobler aus Fraxern. In Schruns endete die Reise feuchtfröhlich in der Mo-Bar mit einem Anti-Trinklied – bis man feststellte, dass kein Zug mehr fuhr. Der Heimweg musste zu Fuß angetreten werden, stimmungsvoll begleitet vom Lied „Lof i dar Nacht dar Homat zua“, im Licht von Taschenlampen und Kerzen.
Mit einer Dankesrede der Obfrau und einer Zugabe endete der gelungene Konzertabend. Das Trio „Habediere“ unterhielt das verweilende Publikum abschließend noch lange mit volksnahen Liedern. ALO