Rankweil plant 2026 mit weniger Stellen und mehr Fokus auf Digitalisierung

Heimat / 12.01.2026 • 15:59 Uhr
Rankweil Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall wird Schwerpunkte setzen.
Rankweils Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall wird Schwerpunkte setzen.Thomas Knobel

287 Posten, 74 Prozent Frauenanteil und neue IT-Stellen: Rankweil zieht Bilanz.

Rankweil In der fünften öffentlichen Sitzung der Rankweiler Gemeindevertretung wurde der Beschäftigungsrahmenplan für das Jahr 2026 einstimmig beschlossen. Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall legte dar, dass der Plan gemäß dem Freigemeindeangestelltengesetz jährlich erstellt werden muss und die Obergrenzen aller Beschäftigungsverhältnisse festlegt. Der aktuelle Vorschlag sieht eine Gesamtanzahl von 287 Dienstposten vor, die 208,97 Vollzeitäquivalenten entsprechen. Inklusive geplanter Veränderungen steigt die Zahl auf 299 Köpfe und 220,02 Vollzeitäquivalente. Gleichzeitig bedeutet das eine Reduktion um 11,09 VZÄ gegenüber dem bisherigen Stand. Diese Kürzung ist laut Wöß-Krall im Wesentlichen auf strukturelle Veränderungen im Regionalen Bauamt zurückzuführen, das bisher Aufgaben für Rankweil übernommen hat, künftig jedoch in einem übergeordneten Gemeindeverband organisiert ist. Der Abbau umfasst dort 12,75 VZÄ. Abseits davon gebe es kleinere Verschiebungen in anderen Abteilungen, deren Auswirkungen laut Bürgermeisterin allerdings überschaubar bleiben. Gleichzeitig plant die Gemeinde neue Stellen in zukunftsorientierten Bereichen. Eine zusätzliche Position im Datenmanagement und eine weitere im Bereich IT sollen geschaffen werden. Wöß-Krall begründete das mit der verfolgten Digitalisierungsstrategie, die bereits im Rahmen der Gemeinderatssitzungen thematisiert wurde. Man wolle gezielt mit Technologie unterstützen und Verwaltungsprozesse effizienter gestalten. Wichtig sei dabei auch, die Struktur gesamthaft zu überdenken, um Potenziale optimal zu nutzen. Auch das gesetzlich vorgeschriebene Verhältnis von Frauen und Männern wurde dargelegt: Von den geplanten 287 Dienstposten entfallen 212 auf Frauen, was einem Anteil von 74 Prozent entspricht. 75 Stellen werden von Männern besetzt. Im Plan finden sich zudem vier Posten für Personenschutzempfänger sowie mehrere Plätze für Sozialarbeits-Praktika – vor allem in den Bereichen Kindergarten, Kleinkindbetreuung, Sozialarbeit, Rathaus und Bauhof. Mit dem neuen Rahmenplan, so Wöß-Krall abschließend, wolle man sowohl auf aktuelle Entwicklungen reagieren als auch eigene Schwerpunkte setzen. Digitalisierung, Effizienz und Personalentwicklung stünden dabei im Zentrum. VN-TK