Rankweil ringt mit Unsicherheit bei Finanzplanung für die Jahre 2027 bis 2030

Heimat / 12.01.2026 • 14:45 Uhr
Rankweil ringt mit Unsicherheit bei Finanzplanung für die Jahre 2027 bis 2030

Unsichere Finanzplanung in Rankweil für die nächsten Jahre.oswald

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Rankweil Die Erstellung des mittelfristigen Finanzplans für die Jahre 2027 bis 2030 stellt die Marktgemeinde Rankweil heuer vor besonders große Herausforderungen. Grund dafür ist eine Kombination aus politischer Unsicherheit, wirtschaftlichen Schwankungen und Unklarheiten im Zusammenhang mit dem neuen “Human-Resources”-System des Landes. Dieses Vorhaben, das die Verwaltungsstrukturen und Personalzuweisungen in den Gemeinden neu regeln soll, ist noch nicht vollständig definiert. Wie sich die Rahmenbedingungen konkret auf die Budgets auswirken werden, ist derzeit schlichtweg nicht abzusehen.

Zwar gibt es Pflichtvorgaben zur Erstellung eines solchen Plans – schließlich verlangt das Gemeinderecht eine gewisse Vorausschau. Doch die Zahlen, die nun in Tabellen gegossen werden, basieren eher auf Annahmen als auf gesicherten Daten. Selbst eine grobe Einschätzung, welche Projekte realistisch finanziert werden können oder ob es zu Einsparungen in bestimmten Bereichen kommen muss, fällt schwer. Besonders heikel ist das etwa bei langfristigen Infrastrukturmaßnahmen, deren Planung und Umsetzung Jahre im Voraus abgestimmt werden müssen.

Hinzu kommen Faktoren wie die Inflationsentwicklung, steigende Baukosten und mögliche Änderungen bei den Landeszuschüssen. Auch globalere Themen – wie Energiepreise oder wirtschaftliche Abschwächungen – beeinflussen die Haushalte mittlerweile deutlich stärker als früher. So bleibt der mittelfristige Plan vor allem eines: ein Dokument der Unsicherheit, das mehr Fragen aufwirft als beantwortet. VN-TK