SKC Bergfalken Koblach: Zwischen Tradition und Superliga-Traum
Aktuell Vierter in der 2. Bundesliga: Die Herren I des SKC Bergfalken Koblach. VEREINThomas Knobel
Koblach Die Herren I des SKC Bergfalken Koblach sind seit Jahren eine feste Größe in der Bundesliga 2. Seit acht Spielzeiten durchgehend zweitklassig, insgesamt seit rund 25 Jahren in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs vertreten – diese Konstanz ist im heimischen Sportkegeln alles andere als selbstverständlich.
Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war zweifellos der Aufstieg in die Superliga, die höchste Liga in Österreich. Für den Klub vom Kummenberg bedeutete dieser Schritt einen Meilenstein. Koblach setzte sich mit den stärksten, zum Teil Profivereinen, auseinander und setzte damit ein deutliches Ausrufezeichen im österreichischen Sportkegeln.
Stefanie Sieber fehlt derzeit aus familiären Gründen. VN-TK
Nach dieser intensiven Phase vor rund einem Jahrzehnt entschied sich der Verein nach nur zwei Saisonen jedoch bewusst für einen anderen Weg. Die Bergfalken gingen freiwillig wieder in die 2. Liga zurück – aus sportlichen und infrastrukturellen Gründen. Die Anforderungen im Oberhaus sind hoch, sowohl organisatorisch als auch in Bezug auf Rahmenbedingungen und Ressourcen. Koblach setzte auf Nachhaltigkeit und langfristige Stabilität.
Heute sind die Herren I in der Bundesliga 2 etabliert. In einem starken Umfeld behauptet sich der Verein seit Jahren erfolgreich und spielt eine bedeutende Rolle nicht nur im Vorarlberger Kegelsport. Alle Spieler sind aus Koblach, der Klub setzt konsequent auf Eigengewächse, Zusammenhalt und Kontinuität. In dieser Saison sind die Bergfalken zurzeit Vierter, aber nur zwei Zähler hinter dem Zweiten.
Auch im Damenbereich wird engagiert gearbeitet. Derzeit fehlt allerdings eine zentrale Leistungsträgerin: Stefanie Sieber, vielfach als wohl beste Keglerin Vorarlbergs bezeichnet, steht dem SKC Bergfalken Koblach aus familiären Gründen aktuell nicht zur Verfügung. Ihr Fehlen ist sportlich spürbar, dennoch wird am Kummenberg weiter konsequent am Aufbau gearbeitet.
Die Richtung ist klar: Stabilität bei den Herren in der Bundesliga 2 – und langfristig vielleicht wieder ein Kapitel Superliga.
Und auch die Koblacher Frauen wollen in den kommenden Jahren den nächsten Schritt machen und zumindest den Aufstieg in die zweite Bundesliga ins Visier nehmen – wenn es gelingt, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. VN-TK