Walter Buaba schockt Hard mit 5:4 im Halbfinal-Krimi

Heimat / 16.02.2026 • 11:33 Uhr
Meister HC Walter Buaba brauchte in Hard fünf Tore zum Halbfinal-Erfolg.
Meister HC Walter Buaba brauchte in Hard fünf Tore zum Halbfinal-Erfolg. Thomas Knobel

Der Meister gewinnt das 1. Play-off-Spiel und braucht nur einen Sieg fürs Finale.

Rankweil Der HC Walter Buaba gewinnt das erste VEHL-1-Halbfinale beim EHC Hard überraschend mit 5:4, stellt in der Best-of-three-Serie auf 1:0 und hat nun am 22. Februar (18 Uhr) in Rankweil die Chance auf den Finaleinzug. Die Chance auf die Titelverteidigung lebt für die Rankler.

Was für ein Paukenschlag im Ländle-Eishockey: Der amtierende Meister HC Walter Buaba hat ausgerechnet beim dominanten Grunddurchgangssieger EHC Hard mit 5:4 die Oberhand behalten und sich damit in der Best-of-three-Serie eine glänzende Ausgangsposition verschafft.

Patrick Breuß (l.) hatte einen großen Anteil am Sensationserfolg.
Patrick Breuß (l.) hatte einen großen Anteil am Sensationserfolg.

Hard hatte den Grunddurchgang mit zehn Siegen bei nur zwei Niederlagen klar für sich entschieden und mit 71 Treffern die beste Offensive der Liga gestellt. Gegen Walter Buaba setzte es im Herbst deutliche 9:4- und 9:3-Erfolge. Die Rollen vor dem Halbfinale waren scheinbar klar verteilt. Doch Play-off und Grunddurchgang sind eben zwei Paar Schuhe.

Walter Buaba erwischte in Hard einen Traumstart. Philipp Bali traf nach 7:07 Minuten zum 0:1, Mathias Golob erhöhte bei 14:12 auf 0:2. Zwar verkürzte Simon Hämmerle (17:24), doch erneut Bali stellte noch vor der ersten Pause auf 1:3 (19:38). Hard kam im Mitteldrittel mit viel Druck aus der Kabine: Mike Ade (35:19) und Dominic Mahren (36:47) sorgten binnen weniger Sekunden für den 3:3-Ausgleich.

Ein Sieg fehlt dem Meister zur Finalteilnahme.
Ein Sieg fehlt dem Meister zur Finalteilnahme.

Die Antwort des Meisters ließ nicht lange auf sich warten – und sie trug maßgeblich die Handschrift von Patrick Breuß. Zunächst war er als Vorlagengeber dreimal maßgeblich beteiligt, dann traf er selbst zur 4:3-Führung (44:33). Maximilian Preiss erhöhte in der 52. Minute auf 3:5, ehe Christof Hehle (56:07) noch einmal verkürzte.

Walter Buaba trat mit nur fünf Verteidigern an. Top-Torschütze Sven Grasböck fehlte, Mathias Golob biss trotz Rippenprellung auf die Zähne – und lieferte eine starke Partie. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, vielleicht die beste Vorstellung der Saison.

Sven Grasböck fehlte, aber HC Walter Buaba gewann.
Sven Grasböck fehlte, aber HC Walter Buaba gewann.

Die Freude nach der Schlusssirene war entsprechend groß, bei der Mannschaft um Trainer Andreas Beiter ebenso wie bei den zahlreichen mitgereisten Fans, darunter auch Bürgermeister Jürgen Bachmann. Mit dem 1:0 in der Serie kann Walter Buaba in Spiel zwei den Finaleinzug fixieren. Ein mögliches drittes Spiel wäre für den 27. Februar um 20.15 Uhr in Hard angesetzt.VN-TK