Dorfgeschichte auf Film gebannt

Filmabend im Wolfhaus-Dachboden am Mittwoch, 4. März.
Nenzing Bereits der erste Filmabend des Nenzinger Gemeindearchivs stieß auf enormes Interesse. Am zweiten Filmabend am Mittwoch, 4. März, von 19 bis 22 Uhr im Nenzinger Wolfhaus-Dachboden werden Filme von Primus Huber gezeigt. Seine Filme sind ein wertvoller Beitrag, um die Geschichte des Ortes lebendig zu halten.
Als erster Film steht um 19 Uhr “Die Schiwerkstätte Schallert” auf dem Programm. In der “Alten Straße” steht eine ehemalige Schifirma, die wohl einmalig auf der Welt ist. Hier stellte Christian Schallert in seiner Wagnerei ab den 1930er-Jahren Holzschi her. Sein Sohn Otto, der heuer 100 Jahre alt wird, produzierte dort ebenfalls Schier, die weitum bekannt waren. 1965 endete die Produktion, die Werkstätte aber blieb bis heute in unverändertem Zustand. Anschließend wird ein Porträt von Agnes Meyer-Wirtensohn gezeigt: Sie wuchs auf dem obersten Hof am Nenzingerberg auf, ging dort in die Schule und erlebte 1921 den Brand des Schulhauses. Danach wanderten die Bewohnerinnen und Bewohner nach und nach ab. Ebenfalls auf dem Nenzingerberg wuchs Anna Zaggl-Gassner auf, ihr ist der dritte Film mit Beginnzeit um 20.10 Uhr gewidmet. Die Familie, die im “Innersten Hof” zu Hause war, verließ als letzte dieses Gebiet hoch über Nenzing. Den Schlusspunkt des Abends machen zwei Filme über die Kapellenrestaurierung sowie die Einweihung der Kapelle St. Rochus im Nenzinger Himmel sowie ein Film über die Fronleichnamsprozession aus dem Jahr 1999. Der Eintritt ist frei, die Filme können auch einzeln besucht werden. EM