Von der ehemaligen Bank zum Treffpunkt für Jugendliche: Neuer Jugendraum in Ludesch eröffnet

Heimat / 26.02.2026 • 15:45 Uhr
20260225_151433(0).jpg
Die Freundinnen Lina, Klara, Lina, Kathrin und Elenor (v. l.) schauten sich den neuen Jugendraum in Ludesch an. Bilder: VN/JUN

Im Untergeschoss der ehemaligen Raiffeisenbank betreut die JKAW einen neuen Jugendraum. Der Zulauf war am Eröffnungstag groß.

Ludesch In Ludesch wurde am Mittwoch der neue Jugendraum im Untergeschoss der ehemaligen Raiffeisenbank eröffnet. Betreut wird dieser von der JKAW (JugendKulturArbeit Walgau). „Ich finde es echt cool, dass Ludesch jetzt auch einen Jugendraum hat“, sagte Larissa Pirker (14). Sie wird wöchentlich im Jugendraum anzutreffen sein. Die JKAW mache „coole Sachen“ und es sei immer lustig. „Es ist eine feine Atmosphäre.“ Bis jetzt gab es für die Jugendlichen keinen konsumfreien Raum in Ludesch.

20260225_152018(0).jpg
Die Freundinnen Emily, Sophia, Annika und Helena kamen ebenfalls zur Eröffnung.

Jetzt können sich die Jugendlichen jeden Mittwoch von 15 bis 19 Uhr im Jugendraum treffen. Längst nicht jede Gemeinde kann der Jugend einen solchen Raum bieten. Bis jetzt gab es im Walgau nur in Nenzing, Röns, Nüziders und Bludesch einen Jugendraum. Ludesch zog als fünfte Gemeinde nach und in Thüringen sei ebenfalls einer in Planung. „Überall ist Bedarf da“, sagt Julia Groß, Geschäftsführerin der JKAW.

20260225_153942(0).jpg
Larissa, Marie und Hannah werden regelmäßig den Jugendraum besuchen.

Die JKAW hat die Möbel günstig erworben, darunter ein großes Sofa, einen Fernseher, Regale und einen Basteltisch mit Stühlen. Auch die Ausstattung mit Spielen, Geschirr und Bastelmaterialien stammt von der JKAW. Das Budget, das gemeinsam mit der Gemeinde festgelegt wurde, betrug 15.000 Euro. Neben Fifa-Nachmittagen, gemeinsamem Kochen, Basteln, Malen sowie Mädchen- und Jungs-Nachmittagen sind auch Outdoor-Aktivitäten geplant. „Öffentliche Plätze wie ein Basketballkäfig oder ein Volleyballplatz wären noch cool“, sagte Julia Groß.

20260225_153249.jpg
Ein langersehnter Wunsch der Gemeinde ging mit der Eröffnung des Jugendraums in Erfüllung: Vizebürgermeisterin Heike Hartmann, Bürgermeisterin Alexandra Schalegg und JKAW-Geschäftsführerin Julia Groß (v. l.)

Im Erdgeschoss der ehemaligen Raiba sind ein Friseursalon und der Rohr-Doc untergebracht, das Obergeschoss steht noch leer. Julia Groß schaute sich beide Geschosse an, befand jedoch das Untergeschoss als geeigneter. Das Obergeschoss habe zu schmale Räume, perfekt zum Dartspielen, meinte Julia Groß, aber nicht, um gemeinsam zu zocken oder zu basteln. Eine Kombination aus beiden Geschossen wäre perfekt gewesen. So wurde es das Untergeschoss mit einer Küche samt Esstisch, einer Art Wohnzimmer inklusive Bastelecke sowie einem Rückzugsort im ehemaligen Tresorraum.

20260225_155526.jpg
Da der Jugendraum zentral im Ort liegt, können die Jugendlichen entspannt mit dem Fahrrad kommen, zu Fuß gehen oder mit den Öffis anreisen.

Zur Eröffnung kamen einige Jugendliche. „Wir haben alle Jugendlichen der Jahrgänge 2011 bis 2016 angeschrieben. Das sind über 200“, berichtete Bürgermeisterin Alexandra Schalegg. Kommen können alle zwischen zehn und 16 Jahren. Mit dem Zulauf am Eröffnungstag sei man sehr zufrieden.

20260225_154214.jpg
Wer am Glücksrad drehte, konnte Preise gewinnen, wie zum Beispiel Gutscheine.

Neue Freunde kennenlernen

Manuel (12) findet den Jugendraum cool und freut sich darauf, mit seinen Freunden hier Videospiele zu spielen. Auch Raphael findet es „am coolsten, dass man zocken kann“. Die Freundinnen Lina, Klara, Lina, Kathrin und Elenor statteten dem neuen Jugendraum ebenfalls einen Besuch ab. Lina meinte, man habe durch den Jugendraum die Möglichkeit, neue Freunde kennenzulernen. Und ginge es nach Klara, könnte der Jugendraum bereits ab 14 Uhr offen haben. Die Freundinnen Emily, Sophia, Annika und Helena schauten ebenfalls vorbei. Auch sie erhoffen sich, neue Freunde kennenzulernen, und freuen sich auf die gemeinsame Zeit.

20260225_154012.jpg
Die Bastelecke war sehr beliebt.

„Die Betreuer sind auch immer lustig drauf und haben einen guten Witz auf Lager. Man fühlt sich nicht alleine“, meinte Marie Kathan (14). Sie spielt am liebsten mit ihren Freunden Gesellschaftsspiele und kocht gemeinsam mit ihnen. Zuvor war sie immer in Nenzing im Join, das ebenfalls von der JKAW betreut wird. Oder man habe sich privat getroffen und gemeinsam gekocht, doch das habe den Eltern nie gepasst. Auch Hannah Jochum (13), die das Angebot der JKAW in anderen Gemeinden schon länger nutzt, wird ein regelmäßiger Gast im Ludescher Jugendraum sein. „Es ist immer voll lustig“, sagte sie.

20260225_151114.jpg
Vor allem die Jungs freuen sich auf das Zocken.