Walter Buaba braucht nun zwei Siege für den Meistertitel

Heimat / 02.03.2026 • 12:36 Uhr
Montafon siegte im ersten Finale gegen Walter Buaba klar.
Montafon siegte im ersten Finale gegen Walter Buaba klar.thomas Knobel

Der Meister unterlag im ersten Finale beim EHC Montafon klar.

Rankweil Finale heißt Druck. Finale heißt Details. Und im ersten Duell dieser Best-of-three-Serie hatte der EHC Montafon in beidem die Nase klar vorne. Mit einem 7:3-Erfolg gegen den HC Walter Buaba setzten sich die überlegenen Montafoner vor 450 Zuschauern im Aktivpark Schruns verdient durch und führen nun 1:0.

Zehn Treffer fielen im Showdown.
Zehn Treffer fielen im Showdown.

Zu Beginn war von einer klaren Angelegenheit noch nichts zu sehen. Montafon startete aktiv, belohnte sich im Powerplay durch Dominik Rauter mit dem 1:0 (9:33), doch Walter Buaba antwortete. Maximilian Preiss traf in der 18. Minute zum 1:1 (17:32) und hielt die Partie offen. Das Tempo war hoch, beide Teams suchten konsequent den Abschluss. Es brachte beste Werbung für den Eishockeysport in Vorarlberg.

Montafon war einsame Klasse.
Montafon war einsame Klasse.

Die entscheidende Phase folgte unmittelbar nach der ersten Pause. Adrian Tschofen nutzte zwei Gelegenheiten eiskalt und stellte innerhalb von knapp drei Minuten auf 3:1 (20:37, 23:18). Walter Buaba mit fünf Verteidigern angetreten, verlor in dieser Phase die defensive Ordnung, Montafon hingegen spielte vor den treuen Anhängern geradlinig, effizient und mit klarer Struktur.

Als Adrian Pap in der 37. Minute mit einem Doppelschlag auf 5:1 erhöhte (beide 36:42), war die Partie in eine Richtung gekippt. Montafon nutzte seine Chancen konsequent, während die Rankler unter Trainer Andreas Beiter ihre Möglichkeiten nicht mit derselben Konsequenz verwerteten. Der Unterschied lag weniger im Aufwand als in der Effizienz.

Harte Bandage im ersten Finale.
Harte Bandage im ersten Finale.

Im Schlussabschnitt erhöhte Aaron Matt auf 6:1 (50:27). Philipp Bali verkürzte postwendend auf 6:2 (51:23), doch Montafon blieb stabil. Patrick Ganahl stellte auf 7:2 (56:10), ehe Mathias Golob in der letzten Minute auf 7:3 verkürzte (59:33).

Damit liegt der Vorteil nun klar bei den Montafonern. Am 2. März um 18.45 Uhr in Hard können sie den Meistertitel fixieren. Walter Buaba muss gewinnen, um ein drittes Spiel am 7. März um 16.30 Uhr in Schruns zu erzwingen. Dort hätte Montafon erneut Heimrecht.

Für den Titelverteidiger ist die Ausgangslage eindeutig: reagieren, stabiler verteidigen, die eigenen Chancen konsequenter nutzen. Für Montafon gilt: nachlegen. Der erste Schritt ist gemacht – mehr aber auch noch nicht. VN-TK