Cello Rebels und GIOIA verwandeln Stadtsaal in ein Kino

Der Walgauer Chor und die zwei Cellisten präsentierten das Konzert “Kino für die Ohren”.
Bludenz Bekannte Pop-Songs und einige Musicalstücke klangen am Samstag- und Sonntagabend im Stadtsaal. Rund 750 Zuschauer konnten eine erstmalige Zusammenarbeit erleben. Begleitet wurde GIOIA von den Cello Rebels und Drummer Niklas Lenk. Ziel des Konzerts war es, “Riadi-Awards” zu vergeben. “Während einer Probe wurden in einem Schuhkarton Nominierungen für verschiedene Song-Kategorien gesammelt”, erzählte die Moderatorin Susanne Larisch zu Beginn der Aufführung. Am Ende wurde aus der riesigen Auswahl an Top-Songs ein rund zweistündiges Konzert gestaltet. Seit vergangenem Herbst wurde dieses Programm in den Proben intensiv geübt.

Von Pop über ein Stück aus “Der König der Löwen” bis hin zu Rock gab es alles zu hören. Beeindruckend war die Cello-Version des Liedes “Thunderstruck” von AC/DC. Die Cello Rebels brachten nur durch ihre beiden Instrumente richtig Power ins Publikum. “Africa” von Toto war einer der gemeinsamen Songs und lud die Zuschauer zum Mitklatschen ein. Neben dem Musikalischen gab es auch schauspielerische Einlagen zu beobachten. Beim letzten Programmpunkt zog sich der Dirigent passend zu einem Lied aus “The Greatest Showman” einen Zirkusfrack an.

Elvis Herndl (20) und Kilian Erhart (22) sind leidenschaftliche Cellisten mit dem großen Ziel, von der Musik leben zu können. Kennengelernt haben sie sich bei einem Musikwettbewerb. Seitdem arbeiten sie eng zusammen und präsentieren ihr Talent öfter auf den Straßen von Salzburg oder Graz. Dort studieren sie zudem klassisches Cello. Ihre Vorbilder sind die “2CELLOS” aus Kroatien, die mit YouTube-Videos von selbst arrangierten Liedern berühmt geworden sind. Die Cello Rebels arbeiten ebenfalls hart, um professionelle Cellisten zu werden. “Am Tag sollten wir mindestens zwei bis drei Stunden üben. Besser wären aber noch mehr”, meinten die beiden. Zustande gekommen ist die Zusammenarbeit von GIOIA und den zwei talentierten Musikern eher durch Zufall. “Ich habe sie bei ‚Musig & Buggla‘ in Sonntag gesehen und gehört und war sofort beeindruckt”, erzählte GIOIA-Obmann Lukas Vonblon. Daraufhin hat der Dirigent Phillip Nesensohn die beiden via Instagram angefragt. Für die Cello Rebels war es das erste Konzert mit einem Chor, aber “hoffentlich nicht das Letzte”. LAB


