Sonnenkopf feiert 50 Jahre mit Retro-Charme

Zum 50-Jahr-Jubiläum gab es großes Staunen beim “Legenden-Rennen” nahe des Bergrestaurants.
Klösterle Mit der Sonne um die Wette strahlten jüngst die zahlreichen Erholungssuchenden am Sonnenkopf. Nicht nur am Fotopoint, einer der ältesten Gondeln des Unternehmens aus dem Jahr 1975, die normalerweise in einem Garten in Dalaas steht. Oder auf der Terrasse des Restaurants, wo Alpenstarkstrom musikalisch für Partystimmung sorgte. Historiker Christof Thöny, Obmann des Museumsvereins Klostertal, erinnerte sich im Gespräch an die Fahrten mit den alten Gondeln bis im Jahr 1997. Die Kapellbahn im Silbertal nutze derartige Gondeln noch heute, sagte er. Zum 50-jährigen Bestehen der Sonnenkopfbahn wurde am Berg ein besonderes “Legenden-Rennen” ausgetragen; ein einfacher Riesentorlauf – stilecht mit nicht taillierten Ski und möglichst origineller Bekleidung aus den 1970er- bis 1990er-Jahren. Im Ziel hatte eine Jury die Aufgabe, Ski und Outfit zu bewerten; je nach Kreativität gab es zeitliche Zuschläge oder Abschläge. Das Motto des Nostalgierennens lautete: “Je ausgefallener, desto besser!”

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Skikarten aus den 1980ern
Die Probeläufe und der Qualifikationslauf beim Sattelkopf-Schlepplift fanden am Vormittag statt. Teilgenommen hatten 40 Personen. Die schnellsten zehn Damen und zehn Herren qualifizierten sich für das Finale am frühen Nachmittag. Gestartet wurde in gestürzter Reihenfolge. Die Siegerehrung stand anschließend im Zielbereich auf dem Programm. Als sympathischer Sieger ging Fred Krimmel aus Deutschland hervor. Die Jahrzehnte alten Sonnenkopf-Skikarten von sich und zwei weiteren Familienmitgliedern, die er beim Rennen um den Hals trug, brachten ihm offensichtlich Glück. Die Finalistinnen und Finalisten wurden für ihr Mittun mit Sachpreisen der Klostertaler Bergbahnen belohnt.

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Ralf Brandstetter, der Vizepräsident des Ski-Klubs Klostertal, erzählte, die Idee zu dieser “super Veranstaltung”, die von Hannes Burtscher moderiert wurde, sei von Christof Thöny gekommen. Der Ski-Klub mit seinem langjährigen Präsidenten Othmar Vonbank habe sich dann bereit erklärt, das Rennen durchzuführen. Der Ski-Klub Klostertal sei der Dachverband für die Wintersportvereine Braz, Dalaas und Wald am Arlberg, den Sportverein Klösterle und sei auf den Rennsport ausgerichtet. Nichtsdestotrotz mache der Verein “gerne mal ein Gaudirennen”. Die Vereine hätten den Ski-Klub bei der Organisation dieses Rennens “tatkräftig unterstützt”, betonte er. Persönlich habe es ihn gefreut, so viele alte Ski und alte Bekleidung auf einen Blick zu sehen.

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Archäologe und Retro-Fan
Thomas Bachnetzer hatte es den Skibegeisterten ermöglicht, das Rennen auf alten Skiern und mit altem Gewand zu bestreiten. Der freischaffende Archäologe aus dem Ötztal könne 1600 Paar Ski sein Eigen nennen, wie der Geschäftsführer der Sonnenkopfbahn, Dietmar Tschohl, bei der Siegerehrung nach dem Rennen mitteilte. Aber auch alle anderen Anwesenden – unter ihnen mehr als 70 wissensdurstige Teilnehmende des spannenden Retro-Skitages – durften die alten Utensilien Thomas Bachnetzers für Fotos kostenlos ausleihen. Christof Thöny habe ihn eingeladen und er habe dann gleich zugesagt. Wenn Christof Thöny etwas organisiere, werde das “meistens eine super Geschichte – so auch diesmal”. Das Sonnenkopf-Team habe ihm fleißig beim Ein- und Ausladen geholfen. Er habe sich riesig gefreut, am Berg dabei zu sein – toll wäre nach seiner Überzeugung eine Event-Wiederholung im nächsten Jahr. Beim Rennen sei er mit 2,22 Meter langen Blizzard-Firebird-Ski mitgefahren und habe den fünften Platz belegt. Doch diese seien, zugegeben, “etwas lang” gewesen für diese Piste. SCO



















