“Die Hoffnung keimt im Verborgenen”

Heimat / 01.04.2026 • 16:18 Uhr
Hildegard Frei-Bertsch dirigierte den Projektchor bei der Feierstunde
Hildegard Frei-Bertsch dirigierte den Projektchor bei der Feierstunde “Abendklänge – vom Dunkel ins Licht”.Gerhard Scopoli

Abendklänge und Palmprozession in der Pfarre Heilig Kreuz zogen viele Interessierte an.

Bludenz “Abendklänge – vom Dunkel ins Licht”, lautete jüngst der Titel einer Feierstunde in der Pfarrkirche Heilig Kreuz Bludenz. Das Publikum konnte dabei einerseits den Liedern, Klängen und Texten lauschen und andererseits die eigene Stimme durch Wort und Ton zum Ausdruck bringen. Mitgewirkt hatten ein Projektchor, Julia Großsteiner-Rauch als Solistin und Christiane Schwald-Pösel in der Funktion der Sprecherin. Annelies Ess nahm die Anwesenden mit auf eine Atemmeditation; Bernhard Natter begleitete diese mit Didgeridoo-Klängen. Die Leitung des Projektchores lag in den bewährten Händen von Hildegard Frei-Bertsch.

Die Prozession durch Bludenz mit Ziel Pfarrkirche Heilig Kreuz - im Hintergrund eine Teilansicht der St. Laurentiuskirche, Ausgangspunkt der Prozession.
Die Prozession durch Bludenz mit Ziel Pfarrkirche Heilig Kreuz.

“Diese Zeit im Jahr trägt ein besonderes Spannungsfeld in sich. Draußen liegt noch die Schwere des Winters und doch haben wir schon das leise Drängen des Frühlings gespürt. Unter der Oberfläche beginnt etwas zu arbeiten, das wir nicht sehen, aber erahnen können”, sagte Christiane Schwald-Pösel. In den Samen, die in der Erde liegen, ruhe ein Licht, das sich seinen Weg nach oben sucht. Zeiten, in denen vieles schwer wirkt, kenne vielleicht jede oder jeder selbst. Und gleichzeitig gebe es da ein inneres, kaum spürbares Leuchten. “Vom Dunkel ins Licht, das ist kein Sprung, sondern ein Weg”, führte sie weiter aus. Für diesen Weg sei es erforderlich, geduldig, aufmerksam und manchmal einfach nur bereit zu sein, still zu werden und wahrzunehmen, was in uns keimt.

Genau diesen Punkt greife Andrea Schwarz in einem ihrer Hoffnungstexte auf: “Und der Tod sät Leben. Tot, gestorben, in die Erde gelegt. Schluss, Ende, Aus. Tot ist tot. Doch die Hoffnung keimt im Verborgenen. Wurzeln krallen sich in die Erde. Triebe wachsen dem Himmel entgegen. Das Leben entwächst dem Dunkel. Die Kraft des Lebens ist stärker als jeder Tod. Und jeder Tod sät Leben.” Möge das Licht den Menschen stärken, wo er schwach ist, und trösten, wo er wund ist”, so Christiane Schwald-Pösels Wunsch.

Annelies Ess (Atemmeditation) und Festspielchor-Sängerin Anita Dressel-Malang nach den Abendklängen.
Annelies Ess und Anita Dressel-Malang nach den Abendklängen.

Premiere

Nach den Abendklängen zeigte sich Hildegard Frei-Bertsch angetan von der Akustik der Heilig-Kreuz-Kirche. Bernhard Natter sagte im Gespräch: “Hildegard Frei-Bertsch hat mich eingeladen. Ich habe das erste Mal vor so vielen Leuten und das erste Mal in so einer tollen Kirche spielen dürfen. Das Didgeridoo kommt in einer Kirche am besten zur Wirkung.” Veranstaltungsbesucherin Susanne Türtscher erzählte: “Wenn wir das Gefühl haben, es ist absolute Finsternis, dann bricht das neue Licht durch. Die Abendklänge habe ich als sehr berührend empfunden. Die Musik ist in die Tiefe gegangen.”

Ihr Mann Josef Türtscher erklärte: “Wir sind hierher gekommen, um uns einzustimmen auf die Karwoche mit dem Höhepunkt, dem Auferstehungsfest an Ostern. Die Abendklänge haben mir dabei geholfen.” Die Sopranistin sei bekannt für ihre hohe Qualität. Das Didgeridoo habe zum stimmigen Chor ganz gut dazugepasst. Die Untermalung habe sich auf das bezogen, was “in uns” steckt, und da sei eben nicht alles bloß harmonisch.

Jasmin Vigl, Bernhard Natter (Didgeridoo), Josef und Susanne Türtscher freuten sich über die gelungene Veranstaltung.
Jasmin Vigl, Bernhard Natter (Didgeridoo), Josef und Susanne Türtscher freuten sich über die gelungene Veranstaltung.

Glückwünsche

Sängerin Anita Dressel-Malang betonte: “Das, was Hildegard Frei-Bertsch macht, ist eine Bereicherung und Seelenbalsam. Dieser grandiose Abend hat mich bewegt. Ich kann allen Mitwirkenden nur gratulieren.” Die Pfarrkirche Heilig Kreuz war nicht nur Veranstaltungsort der Abendklänge, sondern dort hatte sich die Pfarre am Palmsonntag zur Messfeier mit dem pensionierten Pfarrer Roland Trentinaglia versammelt. In der Unterkirche kamen die Kids zusammen. Gestartet hatten die Feierlichkeiten mit der Begrüßung und Palmsegnung in der St. Laurentiuskirche mit anschließender Prozession durch die Stadt – angeführt von den “Minis”. SCO

Die Abendklänge waren eine Veranstaltung der katholischen Pfarre Heilig Kreuz Bludenz.
Die Abendklänge waren eine Veranstaltung der katholischen Pfarre Heilig Kreuz Bludenz.
Begeistert aufgenommen hatten die Besucherinnen und Besucher der
Begeistert aufgenommen hatten die Besucherinnen und Besucher der “Abendklänge” die Darbietungen der vielen Mitwirkenden.
Der ehemalige Landtagsabgeordnete Josef Türtscher und seine Frau Susanne genossen den Kulturabend in der Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Der ehemalige Landtagsabgeordnete Josef Türtscher und seine Frau Susanne genossen den Kulturabend in der Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Bernhard Natter (Didgeridoo) und Annelies Ess (Atemmeditation) am Schluss der Feierstunde
Bernhard Natter (Didgeridoo) und Annelies Ess (Atemmeditation) am Schluss der Feierstunde
Die Prozession führte von der St. Laurentiuskirche (Bild) zur Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Die Prozession führte von der St. Laurentiuskirche (Bild) zur Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Vor der Prozession zur Pfarrkirche Heilig Kreuz mit anschließender Messfeier versammelten sich die Interessierten in der St. Laurentiuskirche.
Vor der Prozession zur Pfarrkirche Heilig Kreuz mit anschließender Messfeier versammelten sich die Interessierten in der St. Laurentiuskirche.
Mit der Festversammlung feierte Pfarrer in Ruhe Roland Trentinaglia, hier mit dem Weihrauch.
Mit der Festversammlung feierte Pfarrer in Ruhe Roland Trentinaglia, hier mit dem Weihrauch.
Pfarrer in Ruhe Roland Trentinaglia erbat Gottes Segen für die Anwesenden und deren Palmzweige.
Pfarrer in Ruhe Roland Trentinaglia erbat Gottes Segen für die Anwesenden und deren Palmzweige.
Die Prozession führte von der St. Laurentiuskirche (Bild) zur Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Die Prozession führte von der St. Laurentiuskirche (Bild) zur Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Die Prozession am Palmsonntag, hier in der Werdenbergerstraße, auf Höhe des Nepomukbrunnens
Die Prozession am Palmsonntag, hier in der Werdenbergerstraße, auf Höhe des Nepomukbrunnens
Die Prozession, hier schon in der Nähe der Pfarrkirche Heilig Kreuz Bludenz, wo die Messe gefeiert wurde.
Die Prozession, hier schon in der Nähe der Pfarrkirche Heilig Kreuz Bludenz, wo die Messe gefeiert wurde.
Die Christen gedachten des Einzugs Jesu in Jerusalem.
Die Christen gedachten des Einzugs Jesu in Jerusalem.
Ankunft der Prozession am Kirchplatz der Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Ankunft der Prozession am Kirchplatz der Pfarrkirche Heilig Kreuz.
Pfarrer Roland Trentinaglia (ein Bludenzer), Bürgermeister Simon Tschann und Stadtrat Jimmy Heinzl vor dem Messeinzug in die Pfarrkirche Heilig Kreuz
Pfarrer Roland Trentinaglia (ein Bludenzer), Bürgermeister Simon Tschann und Stadtrat Jimmy Heinzl vor dem Messeinzug in die Pfarrkirche Heilig Kreuz
Nach der Rückkehr aus der Unterkirche der Pfarrkirche Heilig Kreuz versammelten sich die Kinder am Palmsonntag mit Pfarrer Roland Trentinaglia um den Altar der
Nach der Rückkehr aus der Unterkirche der Pfarrkirche Heilig Kreuz versammelten sich die Kinder am Palmsonntag mit Pfarrer Roland Trentinaglia um den Altar der “Hauptkirche”.
Die Prozession in der Pfarre Heilig Kreuz führte auch durch die Altstadt.
Die Prozession in der Pfarre Heilig Kreuz führte auch durch die Altstadt.