Entführung in virtuelle Welten des Lernens

Heimat / 01.04.2026 • 15:00 Uhr
Prof. Zender mit den Organisatorinnen Verena Burtscher (Falkenhorst) und Elisabeth Schwald (VHS Bludenz)
Raphael Zender mit den Organisatorinnen Verena Burtscher (Falkenhorst) und Elisabeth Schwald (VHS Bludenz).

Virtual Reality und Augmented Reality revolutionieren das Lernen und motivieren nachhaltig.

thüringen Jüngst fand in der Villa Falkenhorst ein weiterer Vortrag der vom Verein Villa Falkenhorst und der Volkshochschule Bludenz organisierten Vortragsreihe “Salonvorträge” statt. Dabei entführte Raphael Zender von der Zeppelin-Universität Friedrichshafen die zahlreich erschienenen Zuhörer in die Welt der Virtual und Augmented Reality (VR und AR). Dabei werden digitale Inhalte in die reale Umgebung eingeblendet oder reine virtuelle Räume geschaffen.

Prof. Raphael Zender von der Uni Friedrichshafen bei seinen Ausführungen (Foto OS)
Raphael Zender von der Uni Friedrichshafen bei seinen Ausführungen. Otto Schwald

Der Einsatz dieser Technologien ist schon heute äußerst vielfältig und wird wohl in Zukunft noch deutlich weitere Kreise ziehen. In erster Linie werden sie heute in den Bereichen Konstruktion bzw. Bildung in jeglicher Hinsicht eingesetzt. Die Anschaffung des dazu nötigen Equipments für Betriebe, Bildungseinrichtungen, aber auch für den privaten Raum sei inzwischen bereits durchaus erschwinglich, allerdings gebe es derzeit noch relativ wenige Programme.

Interessierte Zuhörer: Luis Caldonazzi, Erwin und Barbara Sperger, Katharina und Johann Siemayr (v.l.)
Interessierte Zuhörer: Luis Caldonazzi, Erwin und Barbara Sperger, Katharina und Johann Siemayr (v. l.)

Ein entscheidender Punkt ist aktuell die Frage der (sinnvollen) Nutzung von VR und AR. Als sehr positiv bewertete Prof. Zender die Anschaulichkeit, etwa in der Ausbildung mit praxisnahen Trainings (Flugsimulatoren) oder dem Besuch von in der Realität gefährlichen Orten (AKW Tschernobyl). Mit Avataren könnten Gesprächssituationen oder auch die Beeinflussung durch die Raumumgebung simuliert werden. Die Auseinandersetzung mit etwas Neuem stellt zudem naturgemäß eine große Motivation dar. Negativ sei allerdings, dass die Technologie noch unausgereift und ihre Nutzung vielfach noch völlig technologiegetrieben, weniger didaktisch sei. Auch fehle es Lernenden und Lehrenden häufig an der nötigen Medienkompetenz und am Verständnis von Interaktionsmustern.

Der Vortrag im Salon auf Falkenhorst war wie immer gut besucht
Der Vortrag im Salon auf Falkenhorst war wie immer gut besucht

Unbestritten ist, dass VR und AR das Lernen in beruflichen bzw. an pädagogischen Einrichtungen vielfach erheblich erleichtern können, da sie ein aktives, praxisnahes und individuelles Lernen ermöglichen. Allerdings wurde – gerade in der an den Vortrag anschließenden Diskussion – deutlich, dass der Mensch in vielerlei Hinsicht wohl noch lange Zeit nicht ersetzbar ist, da Lernen in den meisten Fällen mit allen Sinnen erfolgt, wozu die virtuellen Wirklichkeiten (noch) nicht imstande sind. OS