Bewegende Tage in der Pfarre Schruns

Auf österliche drei Tage folgten Erstkommunionfeier und Bautätigkeit im Münsterturm.
Schruns Mit ihrem letzten Geläute verabschiedeten sich am Ostermontagabend die alten Münsterglocken. Am selben Tag hatten die Klangkörper noch zur Erstkommunionfeier mit Kaplan Albert Joseph Jesuraj, der Harmoniemusik und dem Kinderchörle geladen.

Unter der musikalischen Mitwirkung des Schrunser Kirchenchores, begleitet von Organist Johannes Pfefferkorn, hatte der Kaplan vorige Woche bei der Abendmahlsliturgie im Münster die österlichen drei Tage – Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht – eröffnet. “Diese Tage gehören untrennbar zusammen – ohne Karfreitag gibt es kein Ostern”, sagte er.
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In seiner Predigt erzählte er: “Im Dezember 1944, mitten in den schweren Kämpfen im Hürtgenwald, versteckte sich Elisabeth Vincken mit ihrem Sohn in einer kleinen Hütte. Drei frierende amerikanische Soldaten klopften an. Elisabeth ließ sie ein. Kurz darauf kamen vier bewaffnete deutsche Soldaten. Elisabeth trat hinaus und sagte mit klarer Stimme: Hier wird nicht geschossen. Sie zwang alle, ihre Waffen draußen zu lassen. Und für eine Nacht saßen Feinde an einem Tisch, aßen gemeinsam und fanden Frieden mitten im Krieg.”

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Wie der Seelsorger weiter ausführte, leben wir in einer “Welt voller Kriege, tiefer Spaltungen und bitterer Feindschaften. Jesus zeigt uns da den einzigen Weg heraus. Entwaffnet euer Herz”. Nach der Abendmahlsfeier führten die vier Glöckner der Schrunser Rätschnergruppe die Übertragung des “Allerheiligsten” vom Münster zur Litzkapelle an. Die Um- und Einbauarbeiten für die neuen Münsterglocken haben gestern begonnen. SCO





















