Rankweil vor ungewisser Zukunft: Abstiegssorgen wachsen

Nach 0:8-Pleite gegen Krottendorf bleiben Hoffnung und viele offene Fragen.
Rankweil Was sich schon vor dem Anpfiff angedeutet hatte, wurde am Ende schmerzhaft deutlich: Die Frauen von RW Rankweil mussten sich Tabellenführer Krottendorf mit 0:8 geschlagen geben und stecken im Abstiegskampf der 2. ÖFB-Frauenliga weiter tief fest. Dabei hielten Schneider und Co. lange Zeit ordentlich dagegen – zumindest eine Halbzeit lang.

Beim Stand von 0:0 bot sich sogar die Chance auf die Führung, doch Michaela Walter ließ diese Möglichkeit ungenutzt. Es sollte ein Knackpunkt sein. Vor der Pause schlug Krottendorf eiskalt zu: Brandtner (14.) und Wohlmann (42.) sorgten für die 2:0-Führung der Gäste.
Mit zunehmender Spielzeit schwanden bei Rankweil die Kräfte, während Krottendorf seine Qualität konsequent ausspielte. Brandtner erhöhte auf 3:0 (61.), ehe Wagner und Bauer in der Schlussphase einen wahren Torreigen eröffneten. Besonders bitter: Fünf Gegentreffer kassierte Rankweil in den letzten Minuten, darunter ein Elfmeter zum zwischenzeitlichen 0:7.

Das Ergebnis fällt deutlich aus, spiegelt aber auch ein strukturelles Problem wider. Rankweil fehlt es an Durchschlagskraft im Angriff. Trotz Einsatz und Kampfgeist bleibt die Offensive zu harmlos, um in dieser Liga zu bestehen. Der Wille ist da, die Umsetzung im letzten Drittel gelingt zu selten.
Die Tabelle zeigt die schwierige Ausgangslage: Mit nur fünf Punkten liegt Rankweil abgeschlagen am Ende. Rechnerisch ist der Klassenerhalt zwar noch möglich, praktisch jedoch ein Kraftakt. In den verbleibenden sechs Spielen müssten zumindest fünf Siege her.
„Wir planen eigentlich schon für die Vorarlbergliga“, sagt Sportchef Manuel Dobler offen. „Wir müssten jetzt mindestens fünf Spiele gewinnen. Es ist möglich, aber es wird verdammt schwer.“

Neben den sportlichen Sorgen werfen auch personelle Fragen ihre Schatten voraus. Zahlreiche Spielerinnen sind vom FC Dornbirn ausgeliehen – ob sie im Falle eines Abstiegs bleiben, ist ungewiss. Zudem ist offen, ob Trainer Adem Fazlio weiterhin an der Seitenlinie stehen wird und ob Dobler Sportchef bleibt.
Für Rankweil geht es in den kommenden Wochen also nicht nur um Punkte, sondern auch um die sportliche Zukunft des Teams. Der Kampfgeist ist vorhanden – doch ob er reicht, um das Ruder noch herumzureißen, bleibt fraglich. VN-TK















