Action, Akrobatik, volle Halle: Ninja Challenge-Finale setzt Maßstäbe

MS Hittisau siegt, Konzett und Jasny fahren zur Ninja-ÖM nach Österreich.
Feldkirch Action pur, spektakuläre Sprünge und eine Halle, die förmlich bebte: Das Finale des Ninja School Cup in der Gisinger Oberauhalle hat eindrucksvoll gezeigt, wie sehr sich dieser Bewerb in Vorarlberg entwickelt hat. 48 Schülerinnen aus zwölf Schulen stellten sich dem anspruchsvollen Parcours – und lieferten Leistungen, die für Staunen sorgten.

Schon beim ersten Lauf war die besondere Energie spürbar. Lautstarke Anfeuerung, gespannte Blicke und volle Konzentration auf der Strecke – die Oberauhalle wurde zur Bühne für einen Wettkampf, der weit über klassischen Schulsport hinausging. Der Parcours verlangte den Teilnehmerinnen alles ab: schnelle Richtungswechsel, koordinativ anspruchsvolle Elemente und mutige Sprünge. Mit einer Maximalzeit von 2:30 Minuten blieb kaum Raum für Fehler. Viele Beobachter waren sich einig: So fordernd war der Kurs selten zuvor, was die Leistungen der Schülerinnen umso höher einordnet.

Im Teambewerb setzte sich schließlich die MS Hittisau durch und holte sich den Sieg. Dahinter folgten das BRG Schoren und die MS Blons. Alle drei Teams überzeugten mit konstant starken Läufen und bewiesen, wie hoch das Niveau mittlerweile ist. Auffällig war dabei auch, wie eng die Entscheidungen teilweise ausfielen – oft trennten nur wenige Sekunden die Plätze, was die Spannung bis zum letzten Lauf hochhielt.

Auch in der Einzelwertung gab es herausragende Leistungen: Martha Konzett von der MS Blons und Daniel Jasny von der MS Gisingen Oberau erzielten die schnellsten Zeiten des Tages. Für beide geht es damit im November zu den Sportunion-Ninja-Staatsmeisterschaften, wo sie Vorarlberg vertreten werden. Gerade diese individuelle Qualität unterstreicht, wie breit die Basis im Nachwuchsbereich inzwischen geworden ist.

Was diesen Bewerb jedoch besonders macht, zeigte sich abseits der Stoppuhr. “Der Zuschauerrekord in der Halle hat mir besonders gefallen, die authentischen Kommentare auf dem ‚Hotseat‘, auf dem der Läufer oder die Läuferin mit der aktuell besten Zeit interviewt wurde”, sagte Organisatorin Niki Jordan von der Sportunion Vorarlberg. Gerade diese Momente würden zeigen, wie sehr sich die jungen Athletinnen bereits mit dem Sport auseinandersetzen. “Es wurde in den Interviews auch über vergangene Ninja-Finales und die Parcours gesprochen, dadurch wirkten einige Ninjas schon wie halbe Profis.”
Besonders auffällig sei der Zusammenhalt gewesen. “Im dritten Jahr hat sich eine Atmosphäre entwickelt, die wie eine ‚Ninja-Familie‘ in der Halle wirkt”, so Jordan. Konkurrenz und Unterstützung würden hier Hand in Hand gehen, was den Bewerb auch pädagogisch wertvoll mache. “Man spürt, wie groß der Zusammenhalt unter den Schülerinnen ist.”
Der Ninja School Cup wird seit 2024 in Kooperation mit der MS Gisingen und dem Schulsport Vorarlberg organisiert. “Wir haben ein starkes Netzwerk mit dem Schulsport Vorarlberg und sind dankbar für die tolle Zusammenarbeit”, betonte Jordan. Diese Partnerschaft sei ein wesentlicher Grund dafür, dass sich der Bewerb so dynamisch entwickeln konnte.
Dass heuer auch neue Schulen teilgenommen haben, wertet Jordan als klares Signal. “Wir sind stolz auf die Ninja-Szene in Vorarlberg, die hoffentlich immer weiter wächst.” Gleichzeitig zeigte sich, dass die Qualität konstant hoch bleibt, auch wenn die Teilnehmerzahl in etwa gleich geblieben ist.
Am Ende bleibt ein Finale, das sportlich wie atmosphärisch Maßstäbe gesetzt hat – mit viel Action, beeindruckenden Leistungen und einer Szene, die weiter zusammenwächst und längst mehr ist als nur ein Schulbewerb. VN-TK





