Zuhören, aushalten und mittragen

Heimat / 16.04.2026 • 16:59 Uhr
Rebekka Rinderer (Alpinale), Simona Marinier (Mobiler Hilfsdienst Rätikon) und Alpinale-Festivalintendantin Manuela Mylonas
Rebekka Rinderer (Alpinale), Simona Marinier (Mobiler Hilfsdienst Rätikon) und Alpinale-Festivalintendantin Manuela Mylonas.Gerhard Scopoli

Im Saal des Kulturzentrums Remise fand ein Kurzfilmabend für MoHi-Mitarbeitende statt.

Bludenz Gemeinsam mit dem Team der Alpinale Bludenz veranstaltete der Mobile Hilfsdienst Rätikon vor Kurzem einen Abend für seine Helferinnen und Helfer. Dabei wurden bereits zum fünften Mal verschiedene Kurzfilme gezeigt, in denen teilweise das Thema Pflege und Betreuung aufgegriffen wurde. Im Saal des Kulturzentrums Remise eingefunden hatten sich Simone Bemetz-Kochhafen (Geschäftsführerin des Mobilen Hilfsdienstes), die Vorstandsmitglieder des Krankenpflegevereins Bludenz mit Obfrau Gerhild Feuerstein sowie die Systempartnerinnen und Systempartner. “Dass wir diesen Abend hier in der Remise miteinander verbringen dürfen, verdanken wir unter anderem auch der Stadt Bludenz mit Bürgermeister Simon Tschann, die uns die Remise zur Verfügung gestellt hat.” Cenk Dogan, Stadtrat für Kultur und Vereinswesen, befand sich unter den interessierten Anwesenden.

Elke Nessler, Elfriede Fritz, Manuela Stolz, Tina Ganahl und Ralica
Elke Nessler, Elfriede Fritz, Manuela Stolz, Tina Ganahl und RalicaPervazova.

“Vor allem dank der tollen Kooperation mit dem Team des Kurzfilmfestivals Alpinale Bludenz ist es möglich, in ganz besondere Welten, in Filmwelten, einzutauchen. Allen voran gilt mein Dank Festivalintendantin und Obfrau Manuela Mylonas, Rebekka Rinderer sowie Erwin und Mira Lötsch, die in einem der gespielten Filme mitgewirkt haben. Sie sind nach Bludenz gekommen, obwohl sie in Thailand besseres Wetter gehabt hätten”, sagte MoHi-Einsatzleiterin Simona Marinier.

Mitwirkende in einem Kurzfilm: Mira Lösch
Mitwirkende in einem Kurzfilm: Mira Lötsch

Zu Beginn des Abends erklärte sie, warum sie persönlich so begeistert sei von Kurzfilmen und was diese mit dem MoHi-Arbeitsalltag gemein haben. “Wir alle, also der Mobile Hilfsdienst, sind ganz nüchtern betrachtet ein Dienstleistungsanbieter. So weit – so gut. Aber wir alle wissen, unsere Arbeit geht weit darüber hinaus. Es ist ein Dienst am Menschen, ein Dienst, der sich nicht allein in Zahlen, in Zeiten oder in monetären Werten ausdrücken lässt. Was wir täglich leisten, geschieht in Begegnungen. Im Zuhören, im Aushalten und im Mittragen. Und genau darin liegt etwas, das man nicht einfach in Zahlen messen kann. Und der Kurzfilm als Format spiegelt auf ganz besondere Weise wider, was wir in unserem Alltag immer wieder erleben”, so Simona Marinier.

Alpinale-Festivalintendantin Manuela Mylonas
Alpinale-Festivalintendantin Manuela Mylonas.

In wenigen Minuten würden die MoHi-Mitarbeitenden Einblick in Lebensentwürfe, in Schicksale, in Perspektiven erhalten, die vielleicht fremd – und doch real – sind. Ähnlich sei es auch in der MoHi-Arbeit. “Auch wir treten immer wieder in kurze, aber intensive Begegnungen mit Menschen ein. Wir sehen Ausschnitte ihrer Lebensentwürfe und manchmal auch nur Fragmente davon”, meinte die Einsatzleiterin. Und doch verlangten diese Momente die gesamte Aufmerksamkeit der Mitarbeitenden. Der Filmabend habe daran erinnern sollen, “wie wichtig es ist, wach und offen zu bleiben, uns herausfordern zu lassen, nicht vorschnell zu urteilen, auch, wenn wir nicht immer alles verstehen”.

Es gehe darum, die Andersartigkeit anzunehmen, ohne sie zu werten. Und auch anzuerkennen, dass vieles existiert, “selbst wenn es außerhalb unserer eigenen Erfahrungswerte liegt. Vielleicht liegt genau darin eine der größten Parallelen zwischen dem Kurzfilm und unserem Arbeitsalltag. Beides fordert uns auf, hinzusehen – genau hinzusehen, auszuhalten und mitzutragen”. Simona Marinier wünschte allen einen “inspirierenden Abend, berührende Augenblicke und vielleicht auch den einen oder anderen neuen Blickwinkel”. SCO

Mitwirkende in einem Kurzfilm und Alpinale-Festivalintendantin Manuela Mylonas
Mitwirkende in einem Kurzfilm und Alpinale-Festivalintendantin Manuela Mylonas
Simona Marinier (Mobiler Hilfsdienst Rätikon) und Mira Lötsch, Mitwirkende in einem Kurzfilm
Simona Marinier (Mobiler Hilfsdienst Rätikon) und Mira Lötsch, Mitwirkende in einem Kurzfilm
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Festivalintendantin Manuela Mylonas, Martina Kulmitzer (Alpinale), Athina Gabriel (Bludenz Kultur) und Rebekka Rinderer (Alpinale)
Alpinale-Festivalintendantin Manuela Mylonas, Martina Kulmitzer (Alpinale), Athina Gabriel (Bludenz Kultur) und Rebekka Rinderer (Alpinale)
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise. MoHi-Helfer mit Erwin und Mira Lötsch.
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise. MoHi-Helfer mit Erwin und Mira Lötsch.
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise. Heidi Winkler, Mira Lutsch und Elfi Greber.
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise. Heidi Winkler, Mira Lötsch und Elfi Greber.
Heidi Winkler, Erwin Lötsch und Elfi Greber
Heidi Winkler, Erwin Lötsch und Elfi Greber
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Alpinale-Filmabend für den Mobilen Hilfsdienst Rätikon im Kulturzentrum Remise
Simona Marinier, Mobiler Hilfsdienst Rätikon
Simona Marinier, Mobiler Hilfsdienst Rätikon