Frida komplettiert die Wäldar-Win-Palette

Bei der Kür der Weine stellte der KäseStraßen-Partner den „Alkoholfreien“ vor.
Bezau 1998 wurde die Bregenzerwälder KäseStraße installiert, ein Jahr später im Drei König in Großdorf – die Kultgaststätte ist längst Geschichte – die Partnerschaft zwischen der KäseStraße und dem Weinviertel besiegelt. Toni Honsig – er ist auch heute noch unermüdlicher Motor dieser Partnerschaft – hatte ein paar Weine aus dem Retzerland zur Verkostung mitgebracht. Vorarlbergs „Mister Wein“ Willi Hirsch – auch er ist als Chef der Konsumentenjury noch immer aktiv – kürte mit einer Handvoll Gastronomen der KäseStraße die ersten Wälder Weine. Ein paar Tage später wurden die Sieger, der erste rote und der erste weiße Wäldar Win bei einer kleinen Präsentation im Auer Holand vorgestellt.
Ziel des Projekts: Wein aus dem Retzerland sollte als Wäldar Win in den Gasthäusern und Hotels der KäseStraße an prominenter Stelle der Getränkekarte gelistet und beworben werden, im Gegenzug lieferten Wälder Senner – konkret die Sennerei Schoppernau – einen als „Weinviertler Kas“ apostrophierten Käse der KäseStraße ins Weinviertel.

Projekt hat sich gut entwickelt
Aus kleinen Anfängen hat sich das Projekt gut entwickelt. Käse aus dem Bregenzerwald rollt inzwischen tonnenweise ins Retzerland. Und von den Winzern, deren Weine jedes Jahr mit dem Prädikat Wälder Win versehen werden, kommen, so Diplom-Sommelier Alexander Feurstein, der als Repräsentant von Bregenzerweine die Weinviertler Weine im Bregenzerwald vertreibt, jährlich rund 20.000 Flaschen in die Region.

Jetzt auch alkoholfreier Wein
„Anfänglich roter und weißer Wäldar Win, im Laufe der Jahre kamen dann der rosé – ebenfalls als Wäldar Win deklariert – sowie Frizzante und Süßwein hinzu“, erläutert Feurstein.
Jetzt wurden die Gäste in den Bezauer Wirtschaftsschulen mit einer neuen Weinkreation aus dem Weinviertel überrascht: „Mit der ,Wäldar Frida’, einem alkoholfreien Verjus aus Gelbem Muskateller, wird die Angebotspallette der Weinviertler Weine für die KäseStraße erweitert und komplettiert.

„Frida“ ist so neu, dass dieses alkoholfreie Produkt nur vorab in Flaschen gefüllt und diese mit einem provisorischen Etikett versehen wurden. „Offiziell erhältlich ist Wälder Frida ab etwa Mitte Mai“, avisiert Feurstein, der sich wie die Weinviertler Winzer eine Umsatz-Steigerung erhofft.

Sorgfältige Auswahl
Nachdem sich die Aula der Bezauer Wirtschaftsschulen im Vorjahr für die Wäldar-Win-Kür hervorragend bewährt hat, entschied man sich neuerlich für diese Location. Zumal mit den Fachkräften aus der dritten HLT-Klasse und Service-Lehrer Jakob Handler ein kompetentes Personal für die Weinverkostung bereitstand. Für den gemütlichen Ausklang hatten Pia Schneider und Beatrix Schwärzler ein reichhaltiges Käsebuffet vorbereitet.

Für die in Bezau zur Auswahl gestellten Weine – elf weiße, je sechs rote und rosé – hatte es zunächst im Retzerland eine Vorauswahl gegeben. Nur die allerbesten schafften es nach Bezau, wo Willy Hirsch nicht nur die Verkostung souverän moderierte, sondern dazwischen auch viel Wissenswertes über Wein vermittelte.

Souverän auf dem „Glatteis“
Traditionell wurde die Verkoster-Jury einem Test unterzogen, indem ein Wein zweimal vorgesetzt wurde. Die Gäste wurden quasi aufs Glatteis geführt und bestanden den Test souverän: „Der gleiche Wein“, so Hirsch, „erhielt fast die gleiche Bewertung: 1,797 und 1,818 Punkte, also gerade mal 0,021 Punkte Differenz“, lobte der Fachmann die Jury.

Knapp ging auch das Rennen um die Wäldar Weine aus: Winzer Mathias Ruttenstock liefert den Weißwein, Thomas Seidl den Rosé und der Rote kommt von Roland Freytag.








