Frida komplettiert die Wäldar-Win-Palette

Heimat / 19.04.2026 • 08:00 Uhr
Wälder Win 2026 kommt von den Winzern Mathias Ruttenstock (weiß), Thomas Seidl (rosé) und Roland Freytag (rot), im Mittelpunkt der Verkostung stand jedoch der neue alkoholfreie Wälder Frida. PETER STRAUSS
Wälder Win 2026 kommt von den Winzern Mathias Ruttenstock (weiß), Thomas Seidl (rosé) und Roland Freytag (rot), im Mittelpunkt der Verkostung stand jedoch der neue alkoholfreie Wälder Frida. stp

Bei der Kür der Weine stellte der KäseStraßen-Partner den „Alkoholfreien“ vor.

Bezau 1998 wurde die Bregenzerwälder KäseStraße installiert, ein Jahr später im Drei König in Großdorf – die Kultgaststätte ist längst Geschichte – die Partnerschaft zwischen der KäseStraße und dem Weinviertel besiegelt. Toni Honsig – er ist auch heute noch unermüdlicher Motor dieser Partnerschaft – hatte ein paar Weine aus dem Retzerland zur Verkostung mitgebracht. Vorarlbergs „Mister Wein“ Willi Hirsch – auch er ist als Chef der Konsumentenjury noch immer aktiv – kürte mit einer Handvoll Gastronomen der KäseStraße die ersten Wälder Weine. Ein paar Tage später wurden die Sieger, der erste rote und der erste weiße Wäldar Win bei einer kleinen Präsentation im Auer Holand vorgestellt.

Ziel des Projekts: Wein aus dem Retzerland sollte als Wäldar Win in den Gasthäusern und Hotels der KäseStraße an prominenter Stelle der Getränkekarte gelistet und beworben werden, im Gegenzug lieferten Wälder Senner – konkret die Sennerei Schoppernau – einen als „Weinviertler Kas“ apostrophierten Käse der KäseStraße ins Weinviertel.

  Toni Honsig: „Wäldar Win ist ein Projekt, das seit Jahrzehnten wächst.“
Toni Honsig: „Wäldar Win ist ein Projekt, das seit Jahrzehnten wächst.“stp

Projekt hat sich gut entwickelt

Aus kleinen Anfängen hat sich das Projekt gut entwickelt. Käse aus dem Bregenzerwald rollt inzwischen tonnenweise ins Retzerland. Und von den Winzern, deren Weine jedes Jahr mit dem Prädikat Wälder Win versehen werden, kommen, so Diplom-Sommelier Alexander Feurstein, der als Repräsentant von Bregenzerweine die Weinviertler Weine im Bregenzerwald vertreibt, jährlich rund 20.000 Flaschen in die Region.

Wälder Gastronomen haben alljährlich die Wäldar-Win-Auswahl selbst in der Hand.
Wälder Gastronomen haben alljährlich die Wäldar-Win-Auswahl selbst in der Hand.stp

Jetzt auch alkoholfreier Wein

„Anfänglich roter und weißer Wäldar Win, im Laufe der Jahre kamen dann der rosé – ebenfalls als Wäldar Win deklariert – sowie Frizzante und Süßwein hinzu“, erläutert Feurstein.

Jetzt wurden die Gäste in den Bezauer Wirtschaftsschulen mit einer neuen Weinkreation aus dem Weinviertel überrascht: „Mit der ,Wäldar Frida’, einem alkoholfreien Verjus aus Gelbem Muskateller, wird die Angebotspallette der Weinviertler Weine für die KäseStraße erweitert und komplettiert.

Zusätzlicher Praxisunterricht für Schülerinnen und Schüler der dritten HLT-Klasse. Service-Lehrer Jakob Handler war mit deren Auftritt sehr zufrieden.
Zusätzlicher Praxisunterricht für Schülerinnen und Schüler der dritten HLT-Klasse. Service-Lehrer Jakob Handler war mit deren Auftritt sehr zufrieden. stp

„Frida“ ist so neu, dass dieses alkoholfreie Produkt nur vorab in Flaschen gefüllt und diese mit einem provisorischen Etikett versehen wurden. „Offiziell erhältlich ist Wälder Frida ab etwa Mitte Mai“, avisiert Feurstein, der sich wie die Weinviertler Winzer eine Umsatz-Steigerung erhofft.

Perfekte Gastgeber: BWS-Direktor Mario Hammerer und KäseStraßen-Vizeobfrau Natalie Lässer.
Perfekte Gastgeber: BWS-Direktor Mario Hammerer und KäseStraßen-Vizeobfrau Natalie Lässer.stp

Sorgfältige Auswahl

Nachdem sich die Aula der Bezauer Wirtschaftsschulen im Vorjahr für die Wäldar-Win-Kür hervorragend bewährt hat, entschied man sich neuerlich für diese Location. Zumal mit den Fachkräften aus der dritten HLT-Klasse und Service-Lehrer Jakob Handler ein kompetentes Personal für die Weinverkostung bereitstand. Für den gemütlichen Ausklang hatten Pia Schneider und Beatrix Schwärzler ein reichhaltiges Käsebuffet vorbereitet.

Willi Hirsch und Toni Honsig hatten allen Grund auf einen erfolgreichen Wäldar-Win-Abend anzustoßen.
Willi Hirsch und Toni Honsig hatten allen Grund auf einen erfolgreichen Wäldar-Win-Abend anzustoßen.stp

Für die in Bezau zur Auswahl gestellten Weine – elf weiße, je sechs rote und rosé – hatte es zunächst im Retzerland eine Vorauswahl gegeben. Nur die allerbesten schafften es nach Bezau, wo Willy Hirsch nicht nur die Verkostung souverän moderierte, sondern dazwischen auch viel Wissenswertes über Wein vermittelte.

Dank eines ausgetüftelten Programms lieferte das Rechenzentrum die Ergebnisse in Rekordtempo.
Dank eines ausgetüftelten Programms lieferte das Rechenzentrum die Ergebnisse in Rekordtempo.stp

Souverän auf dem „Glatteis“

Traditionell wurde die Verkoster-Jury einem Test unterzogen, indem ein Wein zweimal vorgesetzt wurde. Die Gäste wurden quasi aufs Glatteis geführt und bestanden den Test souverän: „Der gleiche Wein“, so Hirsch, „erhielt fast die gleiche Bewertung: 1,797 und 1,818 Punkte, also gerade mal 0,021 Punkte Differenz“, lobte der Fachmann die Jury.

Für Thomas Valazza (Bregenzerweine), Toni Honsig und den Winzern Hannes Burger und Norbert Fabich wurde am Käsebuffet von Pia Schneider und Beatrix Schwärzler die Wahl zur Qual . . .
Für Thomas Valazza (Bregenzerweine), Toni Honsig und den Winzern Hannes Burger und Norbert Fabich wurde am Käsebuffet von Pia Schneider und Beatrix Schwärzler die Wahl zur Qual . . .stp

Knapp ging auch das Rennen um die Wäldar Weine aus: Winzer Mathias Ruttenstock liefert den Weißwein, Thomas Seidl den Rosé und der Rote kommt von Roland Freytag. STP

Willi Hirsch stellte den Verkosterinnen und Verkostern ein hervorragendes Zeugnis aus.
Willi Hirsch stellte den Verkosterinnen und Verkostern ein hervorragendes Zeugnis aus.stp
Nach der Weinverkostung ein Winzerbuffet zur Belohnung für die Gäste.
Nach der Weinverkostung ein Winzerbuffet zur Belohnung für die Gäste.stp
Für die Wäldar-Win-Kür wurde die Aula der Bezauer Wirtschaftsschulen in eine stimmungsvolle Location verwandelt.
Für die Wäldar-Win-Kür wurde die Aula der Bezauer Wirtschaftsschulen in eine stimmungsvolle Location verwandelt.stp
Interessanter „Zusatzunterricht“ für die dritte Klasse der HLT.
Interessanter „Zusatzunterricht“ für die dritte Klasse der HLT.stp
„Mister Wein“ Willi Hirsch: „Das Niveau ist allgemein sehr hoch, am Ende entscheiden nur Nuancen.“      
„Mister Wein“ Willi Hirsch: „Das Niveau ist allgemein sehr hoch, am Ende entscheiden nur Nuancen.“    stp
Mehr als 70 Weine kamen im Weinviertel in die Vorauswahl, die besten 23 schafften es ins
Mehr als 70 Weine kamen im Weinviertel in die Vorauswahl, die besten 23 schafften es ins “Finale” nach Bezau.stp
Alexander Feurstein: „Über das Projekt Wäldar Win kommen jährlich etwa 20.000 Flaschen aus dem Weinviertel in den Bregenzerwald.“        
Alexander Feurstein: „Über das Projekt Wäldar Win kommen jährlich etwa 20.000 Flaschen aus dem Weinviertel in den Bregenzerwald.“    stp
Toni Honsig hatte zur Wäldar-Win-Kür das jüngste „Kind“ der Weinviertler Winzer mitgebracht: „Wäldar Frida“.
Toni Honsig hatte zur Wäldar-Win-Kür das jüngste „Kind“ der Weinviertler Winzer mitgebracht: „Wäldar Frida“.stp
Natalie Lässer: „Reden wir vor allem von unserem Miteinander.“   
Natalie Lässer: „Reden wir vor allem von unserem Miteinander.“  stp