Feldkirch feierte seinen Stadtpatron

Heimat / 27.04.2026 • 16:40 Uhr
Bruder Dhil Konikkara (Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch), Greti Schmid (Präsidentin des Freundeskreises der Vorarlberger Kapuziner), Edgar Mayer (Freundeskreis-Vorstandsmitglied) und Bruder Karl-Martin Gort (ehemaliger Guardian des Klosters).
Bruder Dhil Konikkara (Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch), Greti Schmid (Präsidentin des Freundeskreises der Vorarlberger Kapuziner), Edgar Mayer (Freundeskreis-Vorstandsmitglied) und Bruder Karl-Martin Gort (ehemaliger Guardian des Klosters).Gerhard Scopoli

Großen Andrang verzeichneten Dom und Kapuzinerkloster beim jüngsten Fidelisfest.

Feldkirch Der Patron der Montfortstadt und zweite Patron der Diözese Feldkirch ist der heilige Fidelis, dessen kürzlich wieder gedacht wurde. Gemeinsam mit Bischofsvikar Monsignore Rudolf Bischof, Bruder Dhil Konikkara (Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch), Bürgermeister Manfred Rädler, Vertreterinnen und Vertretern der Stadt, der Trachtengruppe der Stadt Feldkirch und zahlreichen Gläubigen feierte Pfarrer Fabian Jochum den Gottesdienst zum Fidelisfest im Dom. Die Predigt hielt Bruder Joly Puthusserry Varghese (Delegat der Tiroler Kapuzinerdelegation). Bläser der Feldkircher Dommusik und Domorganist Johannes Hämmerle gestalteten die Liturgie musikalisch mit. Bei wunderbarem Frühlingswetter konnten auch die Prozession mit zwei Stationen und Gebet um Segen für Bevölkerung und Stadtrat, für das Land und die Welt sowie das anschließende Gartenfest stattfinden.

Fidelisprozession durch die Stadt Feldkirch unter Mitwirkung der Stadtmusik Feldkirch.
Fidelisprozession durch die Stadt Feldkirch unter Mitwirkung der Stadtmusik Feldkirch.

Die Spältabürger übernahmen die Bewirtung wie jedes Jahr, wofür sie ein besonderes Lob seitens des Freundeskreises des Klosters ernteten. Das war “ein schönes Zeichen der Gemeinschaft”, schrieb die Dompfarre. Eröffnungsworte zum Gartenfest sprach Bruder Dhil Konikkara, Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch: “Jetzt heißt es genießen, lachen, zusammensitzen, reden und den Tag einfach laufen lassen.”

Männer der Trachtengruppe der Stadt Feldkirch trugen bei der Fidelisprozession die Haupt-Reliquie des heiligen Fidelis.
Männer der Trachtengruppe der Stadt Feldkirch trugen bei der Fidelisprozession die Hauptreliquie des heiligen Fidelis.

Glücklich, “im wunderschönen Klostergarten” mitfeiern zu dürfen, zeigte sich Greti Schmid, Präsidentin des Freundeskreises der Vorarlberger Kapuziner. Sie betonte: “Edgar Mayer hat im Hintergrund alles organisiert.” Persönlich sagte sie ihm: “Was täte der Freundeskreis ohne dich. Danke dir, Edgar.” Beim Fest im Garten musizierten die Stadtmusik Feldkirch unter der musikalischen Leitung von Jonathan Scheriau und die Gisinger Weisenbläser.

Mitglieder der Trachtengruppe der Stadt Feldkirch anlässlich der diesjährigen Fidelisprozession, hier in der Marktgasse.
Mitglieder der Trachtengruppe der Stadt Feldkirch anlässlich der diesjährigen Fidelisprozession, hier in der Marktgasse.

Kinder zurückgelassen

Fidelis von Sigmaringen wird in der kleinen Ausstellung im Kapuzinerkloster Feldkirch als Gottesmann, Eiferer und Märtyrer bezeichnet. Im Jahr 1578 sei der heilige Fidelis als Markus Roy in der Donaustadt zur Welt gekommen. Er sei der zweitjüngste Sohn des örtlichen Bürgermeisters gewesen. Seine Mutter habe zwar aus dem protestantischen Tübingen gestammt, die Erziehung sei aber streng katholisch vollzogen worden. Der Vater sei früh verstorben. Die Mutter habe bald wieder geheiratet, sei von Sigmaringen weggezogen und habe ihren Nachwuchs zurückgelassen. Diese Zerrissenheit habe Markus Roy tief geprägt.

Das Wetter spielte beim Fidelisfest mit, ganz wie erhofft.
Das Wetter spielte beim Fidelisfest mit, ganz wie erhofft.

Neben der örtlichen Lateinschule habe er vermutlich auch das Jesuitengymnasium besucht. Zwanzigjährig habe er das philosophische Grundstudium an der Universität in Freiburg im Breisgau aufgenommen. 1603 habe er an derselben Universität ein Studium begonnen, welches er im Folgejahr länger unterbrochen habe. Markus Roy habe als sehr intelligent, begabt und gleichzeitig eifrig und gewissenhaft gegolten. Als Hofmeister habe er in den Jahren 1604 bis 1611 junge Adelige auf Reisen begleitet. Solche “Kavalierstouren” hätten zur Veredelung der Ausbildung gehört. Dies und Weiteres erfährt der Besucher in der kleinen Ausstellung, die im Nebenraum der Fideliskapelle eingerichtet ist. SCO

Feldkirch feierte seinen Stadtpatron
“Das Fidelisfest war ein schönes Zeichen der Gemeinschaft”, heißt es seitens der Dompfarre Feldkirch.
Fidelisprozession durch die Stadt Feldkirch - Fidelis ist ihr Stadtpatron.
Fidelisprozession durch die Stadt Feldkirch – Fidelis ist ihr Stadtpatron.
Mitglieder der Stadtmusik Feldkirch bei der Fidelisprozession durch die Stadt.
Mitglieder der Stadtmusik Feldkirch bei der Fidelisprozession durch die Stadt.
Mitglieder der Stadtmusik während der Fidelisprozession, hier in der Nähe des Katzenturmes.
Mitglieder der Stadtmusik während der Fidelisprozession, hier in der Nähe des Katzenturmes.
Bischofsvikar Rudolf Bischof (im Hintergrund in der Mitte) mit Dompfarrer Fabian Jochum (durch die Haupt-Reliquie verdeckt), Kapuzinerbrüdern und Ministrierenden.
Bischofsvikar Rudolf Bischof (im Hintergrund in der Mitte) mit Dompfarrer Fabian Jochum (durch die Hauptreliquie verdeckt), Kapuzinerbrüdern und Ministrierenden.
Station während der Fidelisprozession beim Brunnen in der Marktgasse.
Station während der Fidelisprozession beim Brunnen in der Marktgasse.
Fidelisprozession in Feldkirch, hier in der Marktgasse. Bruder Engelbert Bacher trägt die Fahne.
Fidelisprozession in Feldkirch, hier in der Marktgasse. Bruder Engelbert Bacher trägt die Fahne.
Fidelisprozession in Feldkirch, hier in der Marktgasse.
Fidelisprozession in Feldkirch, hier in der Marktgasse.
Die Fidelisprozession führte auch durch die Marktgasse.
Die Fidelisprozession führte auch durch die Marktgasse.
Die Fidelisprozession führte auch durch die Marktgasse.
Die Fidelisprozession führte auch durch die Marktgasse.
Bruder Karl-Martin Gort (ehemaliger Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch) und Greti Schmid (Präsidentin des Freundeskreises der Vorarlberger Kapuziner).
Bruder Karl-Martin Gort (ehemaliger Guardian des Kapuzinerklosters Feldkirch) und Greti Schmid (Präsidentin des Freundeskreises der Vorarlberger Kapuziner).
Feldkirch feierte seinen Stadtpatron
“Im wunderschönen Klostergarten”, so Greti Schmid, wurde nach der Messe ordentlich gefeiert.
Das Wetter spielte beim Klosterfest mit, ganz wie erhofft.
Das Wetter spielte beim Klosterfest mit, ganz wie erhofft.
Die Stadtmusik Feldkirch bei ihrem Auftritt im Garten des Feldkircher Kapuzinerklosters
Die Stadtmusik Feldkirch bei ihrem Auftritt im Garten des Feldkircher Kapuzinerklosters
Musikanten der Stadtmusik Feldkirch bei ihrem Auftritt im Garten des Feldkircher Kapuzinerklosters.
Musikanten der Stadtmusik Feldkirch bei ihrem Auftritt im Garten des Feldkircher Kapuzinerklosters.
Nach der Stadtmusik Feldkirch spielten im Klostergarten der Kapuziner die Gisinger Weisenbläser auf.
Nach der Stadtmusik Feldkirch spielten im Klostergarten der Kapuziner die Gisinger Weisenbläser auf.
Die Gisinger Weisenbläser spielten beim Fidelisfest zünftig auf.
Die Gisinger Weisenbläser spielten beim Fidelisfest zünftig auf.
Mantel von Fidelis mit den Spuren seines Martyriums (links), daneben das Messkleid des Heiligen in der kleinen Ausstellung im Nebeneraum der Fideliskapelle.
Mantel von Fidelis mit den Spuren seines Martyriums (links), daneben das Messkleid des Heiligen in der kleinen Ausstellung im Nebenraum der Fideliskapelle.
Eine Teilansicht des Mantels von Fidelis mit den Spuren des Martyriums, das er erlitten hatte.
Eine Teilansicht des Mantels von Fidelis mit den Spuren des Martyriums, das er erlitten hatte.
In einem Nebenraum der Fideliskapelle des Feldkircher Kapuzinerklosters gibt es eine kleine Ausstellung zu Ehren des Heiligen Fidelis.
In einem Nebenraum der Fideliskapelle des Feldkircher Kapuzinerklosters gibt es eine kleine Ausstellung zu Ehren des heiligen Fidelis.