Früher Treffer hält Hoffnung bis zum Schluss am Leben

Michaela Walter schießt die Ranklerinnen zum dritten Auswärtssieg.
Rankweil Mit einem nervenaufreibenden Herzschlagfinale endet der Abstiegskampf in der ÖFB 2. Frauenliga. Dank eines 1:0-Erfolgs bei LUV Graz lebt die Hoffnung von RW Rankweil auf den Klassenerhalt weiter – und einmal mehr war Michaela Walter die entscheidende Figur. Die 21-jährige Offensiv- und Defensiv-Allrounderin traf bereits in der sechsten Minute zum Goldtor und sorgte damit für den dritten 1:0-Auswärtssieg der Saison. Für Walter war es bereits der achte Treffer in dieser Spielzeit. Fast die Hälfte aller Tore gehen damit auf das Konto der ehemaligen Dornbirn-Bundesligaspielerin. Die gebürtige Satteinserin spielt eine starke Saison und hält die Mannschaft von Trainer Adem Fazliu bis zur letzten Runde im Rennen um den Ligaerhalt.

In Graz zeigte die Rankweiler Elf eine disziplinierte Vorstellung und verteidigte den frühen Vorsprung mit viel Einsatz bis zum Schlusspfiff. Während LUV Graz kaum zwingende Chancen herausspielen konnte, blieb die Defensive der Rot-Weißen stabil und ließ nur wenig zu. Mit dem knappen Erfolg hat sich die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag noch einmal dramatisch zugespitzt.

Vor der finalen Runde liegt das Rankweiler Team mit 17 Punkten weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, hat aber nur einen Zähler Rückstand auf den Wiener Sportclub. Damit kommt es am Sonntag zu einem echten Showdown. Die Ranklerinnen empfangen um 11.30 Uhr auf der Gastra den Grazer AK, während der direkte Konkurrent aus Wien gleichzeitig bei Geretsberg/Bürmoos antreten muss. Sollte der Wiener Sportclub Punkte liegen lassen und gleichzeitig ein weiterer Erfolg gelingen, wäre der Klassenerhalt tatsächlich noch möglich. Ungewiss ist die Anzahl an möglichen Absteigern aus der 2. Liga in Richtung Landesverband. Schon im Vorjahr musste nur Horn aus der 2. Liga runter.
Die Hoffnung lebt also weiter – und sie trägt aktuell vor allem einen Namen: Michaela Walter. Die 21-Jährige entwickelt sich immer mehr zur Unterschiedsspielerin und bewies in der Steiermark erneut Nervenstärke und zeigte viel Qualität. Torfrau Lorena Bodemann hielt ihren Kasten rein. Jetzt wartet das große Finale einer Saison, die für alle Beteiligten an Spannung kaum zu überbieten ist. VN-TK
