Der Walgau als Open-Air-Galerie

Heimat / 02.06.2026 • 09:37 Uhr
Bürgermeister Walter Gohm (Frastanz) und Simon Lins (Schnifis), Eva-Maria Hochhauser-Gams (Regio Im Walgau), Gerhard Montibeller, Bgm. Harald Witwer (Thüringen), Alexandra Schalegg (Ludesch) und Andreas Dobler (Satteins) in der Galerie K3 in Satteins. Foto: David Kathrein/Regio
Bürgermeister Walter Gohm (Frastanz) und Simon Lins (Schnifis), Eva-Maria Hochhauser-Gams (Regio Im Walgau), Gerhard Montibeller, Bgm. Harald Witwer (Thüringen), Alexandra Schalegg (Ludesch) und Andreas Dobler (Satteins) in der Galerie K3 in Satteins. David Kathrein/Regio

In der Galerie K3 in Satteins fand die gelungene Vernissage von “Haltestelle Kunst” statt.

Satteins Feierlich eröffnet wurde neulich im K3 in Satteins die diesjährige Ausgabe von “Haltestelle Kunst”. Der Einladung waren zahlreiche Besucherinnen und Besucher gefolgt. “Sie sorgten für eine lebendige Atmosphäre in der Galerie”, teilte die “Regio Im Walgau” mit. Haltestelle Kunst bringe Kunst dorthin, wo Menschen im Alltag unterwegs sind: an Bushaltestellen in allen 14 Walgauer Gemeinden. Die teilnehmenden Gemeinden ermöglichen damit “eine regionale Kulturinitiative, die Kunst niederschwellig und öffentlich zugänglich macht”, betont die Regio. Im Mittelpunkt der Vernissage standen in erster Linie die Werke der bildenden Künstlerinnen und Künstler.

 Sameeh Zaky
Der Künstler Zaky.

Die Galerie zeigte die Originale aller Arbeiten, die derzeit als großformatige Plakate an den Haltestellen im Walgau zu betrachten sind. Gerhard Montibeller lobte die künstlerische Qualität der ausgestellten Arbeiten. “Ergänzt wird Haltestelle Kunst durch literarische Beiträge. Neu ist in diesem Jahr, dass jedes Plakat mit einem QR-Code versehen ist, der direkt zum jeweiligen Beitrag führt. Damit können Interessierte direkt vor Ort mehr über Werk, Künstler und Text erfahren”, macht die Regio aufmerksam.

In der Bildmitte: Sigrid Fritsche (kukuphi, Bludenz)
In der Bildmitte: Sigrid Fritsche (kukuphi, Bludenz).

Ganz angetan von der Vernissage zeigte sich im Gespräch der Initiator von Haltestelle Kunst, Gerhard Montibeller (Verein Malgrund). Er erinnerte sich an die “Geburtsstunde” von Haltestelle Kunst: “Es hatte geheißen, es gibt in Ludesch von der Regio Walgau eigens ein Büro, das sich mit Kunst und Kultur befasst.” Bei der Kontaktaufnahme mit dem Büro sei er mit seinen Ideen auf offene Ohren gestoßen. Rasch war klar: “Es wäre schön, wenn man alle Walgaugemeinden bespielt, das heißt, auch hinauf auf den Dünserberg.” Ein Konzept habe man den Regio-Bürgermeistern vorgestellt, die begeistert gewesen seien. Sie hätten die “Geschichte” befürwortet und finanziert, was für den Verein wichtig gewesen sei.

Eva-Maria Dörn in der Bildmitte
Eva-Maria Dörn in der Bildmitte.

Gerhard Montibellers Intention sei es, dass “diese Kulturarena Walgau, die wir gestaltet haben, sich enger präsentiert”. Die Mundart solle in den Vordergrund gerückt werden. Wir verlieren den Dialekt schon bald, vor lauter Anglizismen, die wir haben. Wenn ich einen Amtsbrief bekomme mit vielen fremdsprachigen Wörtern, dann schicke ich den zurück. Deutsch ist die Amtssprache”.

Also wolle er Haltestelle Kunst 2027 mit Mundart machen, wobei natürlich das Problem sei für den einen oder anderen, dass er der Mundart nicht mächtig ist und sich schwertut mit dem Lesen. Also würde man sich dank des QR-Codes den Text vom Literaten vorlesen lassen können. “Dann wird sich herausstellen, dass von Feldkirch bis Bludenz so viele Nuancen im Dialekt sind. Das ist meine Vision. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr wieder die Zustimmung erhalten, dass wir das machen können.”

Erfreulich findet Gerhard Montibeller, dass es bei Haltestelle Kunst keine Beschädigungen gegeben hat: “Das finde ich auch eine Wertschätzung gegenüber dem Künstler. Die Bilder hängen teilweise an exponierten Stellen.”

“Damit zeigt Haltestelle Kunst, dass das Projekt laufend weitergedacht wird. Es verbindet bildende Kunst, Literatur, öffentlichen Raum und regionale Identität auf besondere Weise”, informierte die Regio. Der literarischen Seite des Projekts wird bei der Finissage am 17. September um 18 Uhr im Pfarrheim Satteins besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Das Buch “Haltestelle Kunst … in Wort und Bild …” wird dort präsentiert. Zudem wird aus den Texten der teilnehmenden Literatinnen und Literaten gelesen. SCO