Der “Bürscher Jubiläumsaltar”

Der Prozessionsaltar in der Hauptstraße 44 in Bürs stammt aus dem Jahr 1926.
Bürs Gemeinsam mit Pater Guido Kobiec und Pfarrgemeindeleiter Mladen Milic versammelte sich die Pfarre Bürs St. Martin vergangenen Sonntag zur Messfeier in der Friedenskirche. Die Harmoniemusik Bürs und Organist Siegfried Tschofen begleiteten die Liturgie musikalisch. Anschließend bewegte sich die Fronleichnamsprozession unter den Klängen der Harmoniemusik vom Kirchplatz zur St. Martinskirche. An der Prozession nahmen die Feuerwehr, Trachtenfrauen, Himmelträger, die Ministrierenden, Erstkommunionkinder, Gerda Schuler (Pfarrgemeinderat), Vize-Bgm. Elke Zimmermann und Bgm. a. D. Helmut Zimmermann teil. Auf dem Weg zur alten Kirche wurde bei drei Altären Halt gemacht, gebetet und gesungen. Eine Besonderheit in diesem Jahr: Der Altar vor dem Haus Hauptstraße 44 wurde vor genau 100 Jahren errichtet. Karoline Schaffenrath erzählte dazu, am Standort des Frisiersalons La Vogue habe damals eine kleine Kapelle gestanden.

Der Altar habe sich darin befunden, ebenso eine Figur des Brückenheiligen Nepomuk. Im Jahr 1954 habe man die Kapelle abgebrochen. Der Altar sei zu ihren Großeltern in die Hauptstraße gekommen, der Nepomuk indes zur Agrargesellschaft. Karoline Schaffenrath erinnert sich, in Kindheitstagen ihrer Familie beim Herrichten des Altares zugesehen zu haben. Den Beitrag zur Prozession habe die Familie in allen Jahren geleistet, sofern diese habe stattfinden können. Die Fortführung der Tradition sei ihrer Familie ein Herzensanliegen, stellte Karoline Schaffenrath fest. Die Prozession sei jedes Jahr ein familieninternes Event. Beim Aufbau des Altares habe jeder seinen Handgriff schon intus.

Die einen brächten die Blumen, die anderen die Bäume oder würden die benötigten Gegenstände aus dem Keller holen. Anschließend werde miteinander fein gefrühstückt. Um das Prozessionsgeschehen mitzuverfolgen, würden es sich Karoline, Cornelia und Daniela immer auf einer Mauer bequem machen. Und wenn die Prozession weiterzieht, werde alles wieder verräumt – bis zum nächsten Jahr. Tradition habe am Tag der Fronleichnamsprozession auch der Besuch bei einer über 90-jährigen Nachbarin. Mit Schnaps werde schließlich auf das gelungene Ereignis angestoßen. SCO











