Liebherr-Firmenjubiläum wurde Volksfest

50-jähriges Bestehen des Werkes Nenzing Anlass für Einblicke in Geschichte und viel Technik
Nenzing “Das Eichenbäumchen ist ein Symbol für die Verwurzelung unseres Unternehmens in Nenzing und dem Walgau, es wird einen würdigen Platz bekommen”, kommentierte Isolde Liebherr beim Festakt im Prüfzentrum das von Bgm. Michael nebst einer Verdiensturkunde für sie mitgebrachte Geschenk zum 50-Jahr-Jubiläum von Liebherr Nenzing. “Es ist die Geschichte einer Idee, von unternehmerischem Mut und Weitblick”, hatte das Gemeindeoberhaupt zuvor festgestellt und Gründer Hans Liebherr attestiert, dieser habe “gesehen, dass Menschen Lasten tragen müssen”. Die Entscheidung zur Ansiedlung habe die Marktgemeinde wirtschaftlich, sozial und menschlich geprägt.

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Gesellschafterin und Gründerenkelin Patricia Rüf würdigte in ihren Ausführungen das Engagement und Herzblut, mit dem die Mitarbeiter zum Erfolg beigetragen haben und weiterhin beitragen. Dass das weltweit tätige Unternehmen Familiensache ist, habe unter anderem ihr Onkel Willi als Ferialarbeiter mit dem Montieren der heute noch vorhandenen Deckenplatten auf Halle 1 gezeigt. Ihr wegen der alemannischen Mentalität einem Werk für Schiffskräne ins Ländle gekommener Opa Hans habe die das auslösenden Irritationen gern mit dem Hinweis beantwortet, dass Nenzing etwa auf halber Strecke zwischen der Adria und der Ostsee liege.

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Auf einer der teils mit Videoauftritten von Mitarbeitern, teils von Auskunftspersonen aus der Belegschaft mitgeprägten Stationen auf dem Rundgang war eine beeindruckende Zahl zu erfahren: Seit Bestehen des Werkes Nenzing, laut Rüf eines der Vorzeigewerke im Konzern, wurden dort 10.656 Maschinen gebaut. Das ist umso beachtlicher, als es sich dabei um kein kleines, sondern schweres bis sehr schweres Gerät handelt.

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“Es ist eine einmalige Gelegenheit, ins Führerhaus zu sitzen und die Maschinen mit dem Joystick zu bedienen”, ermunterten Liebherr-Mitarbeiter Roland Nöstler und Schauspieler Stefan Pohl das in Scharen auf dem 250.000 Quadratmeter großen Areal erschienene Publikum. Und erklärten neben dem Unterschied zwischen Turmdreh- und Raupenkränen (stationär und mobil) imposante Geräte wie Seilbagger und Spezialtiefbaugeräte. Zu letzteren gehört ein Modell, das bis zu 300 Tonnen hochheben und transportieren kann, was “Reini, unser bester Kranmann” am Beispiel eines 80 Tonnen schweren Baggers zeige. Nicht aus der Kabine, sondern per Fernsteuerung, über die neben dem Fahren auch Auf- und Abbau des über eine Spezialsteckdose vollelektrisch betriebenen 1300er-Krans gesteuert werden.

Ein Erfolgsmodell von Liebherr ist auch jenes, das beim Verlagern von bis zu 90 Tonnen schweren, etwa für den Brückenbau nötigen Pfählen von der Horizontalen in die Vertikale zwei Kräne ersetzt. Zuvor mussten sich ihre Fahrer unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen genauestens absprechen. Auch Liebherr-Mitarbeiter Dominik steuerte vom Platz aus mit einer Fernbedienung das an der Spitze mit einem massiven Dreieck versehene Gerät.

Der Dragline-Bagger ist normalerweise vorne mit einer Schleppschaufel versehen, für den von schätzungsweise 20.000 Menschen besuchten “Tag der offenen Tür” haben wir eine wassergekühlte Hüpfburg genommen, erklärte Pohl. Das Gerät wird zum Gewinnen aus Rohstoffen aus Minen benötigt. In die Tiefe, und zwar bis zu 150 m, geht es auch mit der an einem Kran befestigten Schlitzwandfräse. Zwei rotierende Köpfe graben sich in den Untergrund von Mülldeponien, aber auch für Keller bzw. Tiefgaragen in Innenstädten vorgesehene Grundstücke, damit Betonwände zur Abdichtung/Begrenzung möglich sind. AME








































