Mit der Kamera auf Spurensuche im Walgau

Heimat / 06.07.2026 • 10:54 Uhr
Reinold Amann, Cataleya Mathis, Metecan Kilincarslan und Ida Alvarenga freuten sich über die gelungene Ausstellung.
Reinold Amann, Cataleya Mathis, Metecan Kilincarslan und Ida Alvarenga freuten sich über die gelungene Ausstellung. Heike Montiperle

Jugendliche zeigen ihre Fotos. Nach Satteins folgt die Ausstellung in Nenzing und Ludesch.

Satteins Mit einer Vernissage im Pfarrsaal Satteins fand das Projekt “Spurensuche im Dorf” seinen Abschluss. Jugendliche aus dem Walgau präsentierten dabei die Ergebnisse einer Workshopreihe, in der sie sich auf ungewöhnliche Weise mit ihrer Umgebung und der Geschichte der Region auseinandersetzten. Zur Vernissage waren Familien, Freunde und andere Interessierte eingeladen, die Eröffnungsworte sprachen Metecan Kilincarslan von der Offenen Jugendarbeit Satteins, Nadine Dobler vom Walgauarchiv und Bürgermeister Andreas Dobler.

Stefan Stachniß, Nadine Dobler, Abraham Hartmann (alle Gemeinschaftsarchiv Walgau), Karen Schillig (LEADER), Bürgermeister Andreas Dobler.
Stefan Stachniß, Nadine Dobler, Abraham Hartmann (alle Gemeinschaftsarchiv Walgau), Karen Schillig (LEADER), Bürgermeister Andreas Dobler.

Neue Perspektiven

Im Mittelpunkt des Projekts stand die analoge Fotografie. Während mehrerer Fotospaziergänge erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Dörfer mit unterschiedlichen analogen Kameras und hielten Alltägliches aus neuen Blickwinkeln fest. Der bewusste Umgang mit einem ungewohnten Medium verlangsamte den Blick und schärfte die Wahrnehmung für Details, die im Alltag oft übersehen werden.

Bürgermeister Wolfgang Lässer (Schlins) und Bürgermeisterin Alexandra Schalegg (Ludesch) waren begeistert.
Bürgermeister Wolfgang Lässer (Schlins) und Bürgermeisterin Alexandra Schalegg (Ludesch) waren begeistert.

Alte Techniken ausprobiert

Gemeinsam mit dem Fotografen Reinold Amann sichteten und bearbeiteten die Jugendlichen ihre Aufnahmen. Er stellte ihnen auch die Geschichte der Fotografie vor. Mithilfe von historischen Glasnegativen entstanden Cyanotypien – eine der ältesten fotografischen Drucktechniken, bei der die Bilder mithilfe von Sonnenlicht entstehen. So verband das Projekt historische Verfahren mit zeitgenössischen Motiven und schuf einen spannenden Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Die Vernissage bot Gelegenheit zum Austausch.
Die Vernissage bot Gelegenheit zum Austausch.

Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, wie Fotografien Geschichten einfangen und neue Perspektiven auf vertraute Orte entstehen. Gleichzeitig regte sie dazu an, über die Bedeutung von Bildern, die regionale Erinnerungskultur und die eigene Identität nachzudenken. “Spurensuche im Dorf” ist ein Projekt des Gemeinschaftsarchivs Walgau in Zusammenarbeit mit der Jugendkultur Walgau und der Offenen Jugendarbeit Satteins. Als LEADER-Projekt wurde es durch die Europäische Union kofinanziert.

Die Ausstellung
Die Ausstellung “Spurensuche im Dorf” wurde feierlich eröffnet.Heike Montiperle

Ausstellung in Nenzing und Ludesch

Nach dem ersten Wochenende in Satteins zieht die Ausstellung weiter nach Nenzing. Dort ist sie von 8. bis 11. Juli im Jugendraum Join zu sehen. Danach geht es weiter nach Ludesch, wo die Ergebnisse von 13. Juli bis 23. August im Gemeindeamt ausgestellt sind. MON

Alle Informationen zu den Ausstellungen gibt es unter www.gemeinschaftsarchiv.at.

Die Eröffnungsworte sprachen Metecan Kilincarslan, Nadine Dobler und Andreas Dobler.
Die Eröffnungsworte sprachen Metecan Kilincarslan, Nadine Dobler und Andreas Dobler.
Die Besucher:innen setzten sich aktiv mit der Ausstellung auseinander.
Die Besucher:innen setzten sich aktiv mit der Ausstellung auseinander.
Bürgermeister Andreas Dobler nahm die historischen Negative unter die Lupe.
Bürgermeister Andreas Dobler nahm die historischen Negative unter die Lupe.
Die Ausstellung zieht nun weiter nach Nenzing und Ludesch.
Die Ausstellung zieht nun weiter nach Nenzing und Ludesch.