Lech feierte 50er seiner Neuen Kirche

Pater Adrian Buchtzik: “Mut und Weitblick in den 1970er-Jahren lohnten sich für unseren Ort!”
Lech Die Glocken der Alten Lecher Kirche riefen vor Kurzem feierlich zum Jubiläum der Neuen Kirche. Deren Einweihung durch Diözesanbischof Bruno Wechner jährte sich zum 50. Mal. Den Festgottesdienst mit Pater Adrian Buchtzik, Pfarrer von Lech und Dekan des Dekanates Bludenz-Sonnenberg und Montafon, gestaltete die Trachtenkapelle Lech u. a. mit der Haydn-Messe musikalisch mit. Nach dem Gottesdienst würdigte Lechs Bürgermeister Gerhard Lucian seinen Amtsvorgänger Robert Pfefferkorn und den ehemaligen Lecher Pfarrer Franz Eberle. Mittlerweile 98-jährig, lebt Franz Eberle heute in Rankweil. Gesundheitsbedingt musste er der Feier am Arlberg fernbleiben, war mit der Festversammlung aber in Gedanken verbunden. “Robert Pfefferkorn ist schon vor Jahren verstorben. Er war der Chef des Hotels ‚Krone‘. So viel ich weiß, gab es in den 1970er-Jahren starken Gegenwind”, erzählte der Pater, zumal viele sich eine moderne Kirche in Lech nicht vorstellen hätten können – aber Franz Eberle und Robert Pfefferkorn hätten diese Idee durchgezogen.

In den 1970er-Jahren schrieb der damalige Pfarrer Franz Eberle: “Für die Lecher selbst hätte die jahrhundertealte Walserkirche noch lange genügt. Doch die vielen tausend Gäste, die Winter und Sommer unsere Gemeinde aufsuchen und in großer Zahl an den Gottesdiensten teilnehmen, haben uns diesen Kirchenbau gewissermaßen aufgezwungen.” Etwa zur selben Zeit brachte der damalige Bürgermeister Robert Pfefferkorn zu Papier: “Durch das rasche Wachstum der Gemeinde infolge des Fremdenverkehrs ergab sich die zwingende Notwendigkeit, für Schule und Kirche bauliche Maßnahmen zu treffen, um den erhöhten Erfordernissen entsprechen zu können. In den letzten 50 Jahren verdreifachte sich nämlich die Zahl der ortsansässigen Bevölkerung. Erfreulicherweise kam es zwischen der politischen Gemeinde und der Pfarrgemeinde zu einer gemeinsamen Planung des neuen Gemeindezentrums.” Dadurch sei es möglich gewesen, den verhältnismäßig kleinen Baugrund bestmöglich auszunützen und einen einheitlichen Charakter der Bauwerke mit hoher Qualität zu erreichen.

Aus heutiger Sicht könne gesagt werden, deren Mut und deren Weitblick hätten sich gelohnt, so Pater Adrian Buchtzik. Die Neue Kirche habe eine Größe, welche die Pfarrgemeinde Lech brauche, und sie bilde inzwischen einen festen Bestandteil des Ortes. Nach der Ansprache des Bürgermeisters teilte Karl Pfisterer Erinnerungen mit der Festversammlung, denn der frühere Zimmermann hatte vor 50 Jahren die Kirchenkonstruktion gebaut. Nach der Würdigung und Ehrung dankte der Pfarrer dem Bauhof der Gemeinde Lech mit dessen Leiter Günter Schneider, Martina Buxbaum, die den Altar mit selbst gesammelten Kräutern liebevoll geschmückt hatte, sowie der Trachtenkapelle Lech mit ihrem Kapellmeister Marc Gusner. Nach der Messe übersiedelte die Festversammlung von der Neuen Kirche in das Festzelt, wo die Trachtenkapelle erstmals auf der neu angeschafften und frisch gesegneten Bühne aufspielte.

Anlässlich des Jubiläums betonte der Lecher Pfarrer: “Viele, vor allem Gäste, sagen, sie fühlen sich in der Neuen Kirche wohl – wie zu Hause.” Die Kirche ist bekanntlich vielerorts: In Verbindung mit einer Bergmesse werden am kommenden Sonntag um 11.15 Uhr auf der Rud-Alpe in Lech der neue Wasserspielplatz, Streichelzoo und die Außenbar gesegnet. Men N’Blech werden musizieren. Am 19. Juli lädt die Pfarre Lech zur Alpmesse auf die Zürser Alpe (eine Woche früher als kommuniziert) und am 26. Juli auf die Tritt-Alpe. SCO










