SPÖ Rankweil scheitert mit Vorstoß zur Familienerlebniskarte

Der Antrag fand von den anderen Fraktionen keine Zustimmung.
Rankweil Die Wiedereinführung der Familienerlebniskarte der Regio Vorderland bleibt vorerst aus. In der achten öffentlichen Sitzung der Rankweiler Gemeindevertretung brachte die SPÖ Rankweil mit Gudrun Werner, Judith Konzett und Luca Ketterer unter Tagesordnungspunkt 14 einen Antrag auf den Erhalt beziehungsweise die Wiedereinführung des familienpolitischen Angebots ein. Der Vorstoß fand jedoch keine Mehrheit. Die Fraktionen von ÖVP, Grünes Forum und FPÖ lehnten den Antrag ab.
Die SPÖ sieht die Familienerlebniskarte als wichtiges Instrument zur finanziellen Entlastung von Familien. Nach ihren Angaben konnten Familien mit der Karte jährlich bis zu 220 Euro sparen und zahlreiche Freizeit- und Sporteinrichtungen in der Region zu vergünstigten Preisen nutzen. Dazu zählen unter anderem das Erlebnisbad Frutzau in Sulz, das Freiluftbad Oberriet in der Schweiz, die Skilifte Furx und Übersaxen sowie der Eislaufplatz Gastra in Rankweil. Aus Sicht der Sozialdemokraten fördert das Angebot nicht nur gemeinsame Freizeitaktivitäten, sondern auch Bewegung, Gesundheit und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen.
SPÖ-Gemeindevertreter Luca Ketterer begründete den Antrag mit der Bedeutung der Familienerlebniskarte für die Marktgemeinde. “Rankweil ist bereits mehrfach als familienfreundliche Gemeinde ausgezeichnet worden. Die Familienerlebniskarte muss wieder eingeführt oder ein gleichwertiges Ersatzmodell geschaffen werden. Familien zu Bittstellern beim Spendentopf ‚Rankler für Rankler‘ zu degradieren, ist keine Lösung. Familienfreundlichkeit zeigt sich nicht in schönen Überschriften, sondern dort, wo Familien konkret unterstützt werden”, erklärte Ketterer.
Hintergrund der Debatte ist die Budgetkonsolidierung der Marktgemeinde Rankweil. Dabei wurde der bisherige Gemeindebeitrag zur Familienerlebniskarte in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr gestrichen. Die SPÖ kritisiert diese Entscheidung und sieht darin eine unverhältnismäßige Belastung für Familien. Der Antrag auf Wiedereinführung der Familienerlebniskarte fand in der Gemeindevertretung jedoch keine Mehrheit. Trotz der Ablehnung kündigte die SPÖ an, sich weiterhin für eine Rückkehr der Familienerlebniskarte oder ein vergleichbares familienfreundliches Angebot einzusetzen. VN-TK