Everesting Furx: Rad-Event verbindet sportliche Grenzen mit gelebter Hilfe

Heimat / 07.08.2026 • 11:53 Uhr
Patrick Schmid, Manfred Kräutler, Markus Lins und Hannes Jochum sind für die Premiere in Furx bereit. JANOSCH SCHALLERT
Patrick Schmid, Manfred Kräutler, Markus Lins und Hannes Jochum sind für die Premiere in Furx bereit. JANOSCH SCHALLERT

8.848 Höhenmeter werden für zwei soziale Projekte zur gemeinsamen Mission.

Zwischenwasser Mit dem Everesting Furx feiert am 15. August ein außergewöhnliches Radsportformat seine Premiere in Vorarlberg. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur eine der härtesten Herausforderungen, die der Ausdauersport kennt, sondern vor allem der gute Zweck. Von den frühen Morgenstunden bis in den Abend werden Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer den Anstieg von der Volksschule Batschuns zum Peterhof in Furx immer wieder in Angriff nehmen. Das Ziel ist ebenso einfach wie beeindruckend: 8.848 Höhenmeter – exakt die Höhe des Mount Everest – sollen an einem einzigen Tag auf dem Rad bewältigt werden. Jeder gefahrene Höhenmeter soll gleichzeitig mindestens einen Euro für zwei soziale Herzensprojekte einbringen.

Die Vorbereitungen vom OK-Team laufen schon seit längerem. SCHALLERT
Die Vorbereitungen des OK-Teams laufen schon seit Längerem. SCHALLERT

Mitorganisator Markus Lins stellt sich gemeinsam mit Thomas Kofler, Hannes Jochum und seinem Bruder Peter Lins selbst der extremen Herausforderung. Rund 475 Höhenmeter misst eine Auffahrt nach Furx, insgesamt müssen die vier den Anstieg 19-mal bewältigen, um die symbolträchtige Marke zu erreichen. Ein sogenanntes Everesting zählt weltweit zu den größten Ausdauerprüfungen im Radsport und verlangt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowohl körperlich als auch mental alles ab. Für Lins steht dennoch nicht die sportliche Leistung alleine im Mittelpunkt. Vielmehr soll jeder einzelne Höhenmeter Aufmerksamkeit und Spenden für zwei Projekte schaffen, die er auf der Crowdfundingplattform Respekt.net in Kooperation mit der Raiffeisenbank Vorarlberg vorgestellt hat. Das Motto bringt die Idee auf den Punkt: Jeder Höhenmeter zählt doppelt – als sportliche Leistung und als Hilfe für den guten Zweck.

Der Bewerb startet um 5 Uhr früh und dauert bis 21 Uhr. Mitmachen können nicht nur ambitionierte Ausdauersportler, sondern auch Breitensportler. Gefahren wird im Solo-Bewerb, im Duo oder in Teams mit bis zu acht Fahrerinnen und Fahrern. Zusätzlich wird ein Half Everesting für Solostarter angeboten. Wer unabhängig vom Bewerb mit dem Fahrrad nach Furx kommt und die rund 475 Höhenmeter selbst schafft, erhält als Anerkennung einen Drink der Brauerei Frastanzer.

Team Vorarlberg Fahrer Laurin Nenning (r.) mit Markus Lins und Manfred Kräutler im Talk. SCHALLERT
Team-Vorarlberg-Fahrer Laurin Nenning (r.) mit Markus Lins und Manfred Kräutler im Talk. SCHALLERTThomas Knobel

Auch sportlich ist die Premiere hochkarätig besetzt. Skistar Magdalena Egger geht im Team des Ski-Club Arlberg an den Start. Daniel Federspiel, Sieger des Ötztal-Radmarathons 2025, nutzt das Half Everesting als letzten Härtetest für den Ötztaler Radmarathon, der zu den härtesten Radmarathons der Welt zählt und zwei Wochen später stattfindet.

Rund um den Peterhof in Furx erwartet Besucherinnen und Besucher den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Live-Musikkapellen, DJ-Sound, BMX4All-Testrides für Kinder und regionaler Bewirtung. Das Organisationsteam rund um Thomas Kofler, Hannes Jochum, Jürgen Schatzmann, Peter Lins und Markus Lins möchte mit der Premiere zeigen, dass sportliche Höchstleistungen und gesellschaftliches Engagement hervorragend zusammenpassen. “Das Everesting Furx ist eine fantastische Möglichkeit, sportliche Grenzen auszuloten und gleichzeitig Gutes zu tun”, betont das OK-Team. VN-TK

Trainingseinheiten gingen schon über die Bühne. SCHALLERT
Trainingseinheiten gingen schon über die Bühne. SCHALLERTThomas Knobel